Schule Berne soll bleiben!

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Malen für Kindergarten, Vorschule und Schule an der Lienaustraße (v. l.): Tobias (5), Mia (5), Anton (6), Merle (3), Moritz (8) und Christopher (7) Foto: Hertel

Protestplakate, Unterschriftenlisten und zwei Anfragen an den Senat

Von Michael Hertel
Berne
Die drohende Schließung der Grundschule Berne (wir berichteten) ist als Thema in der Hamburgischen Bürgerschaft angekommen. Gleich zwei Abgeordnete haken mit Anfragen an den Senat nach. Unterdessen zieht die Elterninitiative im Kampf um „ihre“ Schule an der Lienaustraße alle Register. Karin Prien (CDU), stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Fachsprecherin Schule, verlangt vom Senat in 19 Fragen Auskunft über das Schicksal der Grundschule Berne. Dem Wochenblatt erklärte sie: „Natürlich muss auch eine Behörde die Rentabilität einer Schule berücksichtigen. Aber das ist für die Eltern nicht überzeugend. Man muss sich fragen, ob die Schulbehörde hier seit Jahren bewusst nicht für den Standort wirbt. Dabei ist die Grundschule Berne im Schulentwicklungsplan enthalten. Was den Schulweg betrifft, gibt es den Grundsatz ,kurze Beine, kurze Wege‘. Und ich sehe keine überzeugenden Argumente, hier von diesem Prizip abzuweichen.“ Auch die Rahlstedter FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Jennyfer Dutschke erwartet vom Senat Antworten auf ihre Fragen, unter anderem nach dem Sanierungsbedarf des unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäudes und möglichen anfallenden Kosten sowie nach einer Eignung von Gebäude und Schulgelände als Flüchtlingsunterkunft nach einer möglichen Schließung.

„Am Freitag, 24. Juli, sind wir mit einem Infostand ab 8.30 Uhr auf dem Berner Wochenmarkt, die nächsten beiden Freitage auch. Dort können sich die Bürger in Unterschriftenlisten eintragen.“ Hilke Mellin

Unterdessen kämpft eine Elterninitiative nachdrücklich für den Erhalt der Schule. Niels Schulze (42), einer der Sprecher: „Wir haben leider den Eindruck, dass die Behörde seit Jahren an der Schließung arbeitet. Bis auf die Kantine für den Hort ist doch in das Gebäude seit 20 Jahren nichts mehr investiert worden. Dabei gibt es schon lange Umbaupläne, die eine Zweizügigkeit wieder möglich machen würden.“

Protest mit Plakaten und Flugblättern


Mit originellen Aktionen wollen die Eltern Stimmung für die Schule machen. Hilke Mellin (33): „Am Freitag, 24. Juli, sind wir mit einem Infostand ab 8.30 Uhr auf dem Berner Wochenmarkt, die nächsten beiden Freitage auch. Dort können sich die Bürger in Unterschriftenlisten eintragen.“
Außerdem gibt es dort sogenannte Absichtserklärungen – Mellin: „Hier tragen sich Eltern ein, die ihr Kind auf unsere Schule schicken würden, wenn sie saniert und die Zukunft des Standortes gesichert wäre.“ Im Stadtteil ist das Thema intensiv angekommen: In den Straßen der Gartenstadt hängen Protestplakate, in Geschäften liegen Flugblätter aus, außerdem gibt es Autoaufkleber und inzwischen sogar von Kindern gemalte Protestplakate.
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