„Schulweg sicher machen“

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Engpass Haltestelle: an der Ecke Ellernreihe/Heukoppel ist der Fußweg kaum zwei Meter breit Foto: tel

Forderung vor Zusammenlegung der Schulstandorte am Hegholt

Von Michael Hertel
Bramfeld
Im neuen Schuljahr ab Sommer nächsten Jahres werden Bramfelder Grundschüler vom Dorfanger zum Schulstandort Hegholt „verlegt“ (das Wochenblatt berichtete). Am Dorfplatz lernen dann nur noch die älteren Stadtteilschüler (Klassen 7 bis 13). Für viele betroffenen Kinder bedeutet das einen längeren, auf jeden Fall aber einen veränderten Schulweg. Da wird es Zeit, die neue Strecke Heukoppel - Ellernreihe auf Schwachpunkte abzuklopfen und möglichst sicher zu gestalten. Die Wandsbeker Politik hat auf jeden Fall rechtzeitig reagiert. Nun liegt es an der Verwaltung, die Vorschläge umzusetzen.
Elternvertreter Martin Schliemann (52) brachte die Sache ins Rollen: Auch seine Tochter muss im Sommer zum Hegholt umziehen. „Die beiden Standorte liegen etwa einen Kilometer auseinander, Betroffen sind 80 bis 90 Kinder“, berichtet Schliemann. Seiner Meinung nach weist der neue Schulweg reichlich Mängel auf, zum Beispiel teilweise zugewachsene Radwege, die plötzlich im Nichts enden. In Höhe Kaufland müssen die Kinder die Straßenseite wechseln, da ein Radweg nur auf einer Straßenseite vorhanden ist. Das gilt allerdings nicht für die radfahrenden Grundschüler, die laut Polizei bis zum Alter von acht Jahren sowieso den Gehweg benutzen müssen und bis zehn benutzen dürfen. Im weiteren Straßenverlauf in Richtung Hegholt ist der einseitige, recht schmale Radweg auch für Gegenverkehr freige geben. Ein weiterer Engpass ergibt sich an der Bushaltestelle Heukoppel (Richtung Dorfplatz), wo der Gehweg kaum zwei Meter breit ist, so dass es dort zu Konflikten zwischen Radlern und Fahrgästen kommen kann. Zwischen Steilshooper Straße und der Schule existiert dann überhaupt kein Radweg mehr. Etwa 100 Meter vor dem Schulgebäude beginnt eine Tempo 30-Zone.

CDU-Antrag gefolgt


Der CDU-Bezirksabgeordnete Philipp Hentschel griff die Problematik auf: „Die derzeitige Situation ist an einigen Stellen katastrophal.“ Inzwischen entstand daraus ein parteiübergreifender Antrag von SPD, CDU, Grünen und Linken, der den Regionalausschuss bereits passiert hat und diese Woche auch in der Bezirksversammlung Wandsbek „durchgewunken“ werden soll. Vorgeschlagen wird unter anderem: Wegebegleitgrün soll – soweit noch nicht geschehen – für eine bessere Sicht zurückgeschnitten, Radwegabschnitte wieder freigelegt werden. Sämtliche Radwegüberfahrten auf der Strecke sollen mit roter Farbe auf der Fahrbahn für Radler und Autofahrer besonders deutlich gemacht werden. Ein weiterer Vorschlag lautet, die 30er-Zone in der Ellernreihe bis zur Steilshooper Allee zu verlängern. Bleibt abzuwarten, was umgesetzt werden kann. Hentschel: „Ich wage keine Prognose, da hier mehrere Stellen mitreden – die Bezirksverwaltung, die Fachbehörde, die Polizei, der HVV. Schön wäre es, wenn wir bis zum Sommer einen sicheren Schulweg hinkriegen.“
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