Seilbahn-Bau über die Elbe mit deutlicher Mehrheit abgelehnt

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Bis zu 130 Meter sollte die Seilbahn nach den Plänen der Initiatoren die Elbe überqueren.

Bei Bürgerentscheid stimmten 63 Prozent gegen den Bau des privat finanzierten Projekts. Erste Reaktionen

Hamburg. Mit 63 Prozent der abgegebenen Stimmen ist eine mögliche Seilbahn über die Elbe beim Bürgerentscheid im Bezirk Mitte abgelehnt worden. Dies wurde am Mittwoch vom Bezirksamt mitgeteilt.

Schon während der Auszählung der Stimmen am Dienstagabend hatte sich offenbar eine Mehrheit der Gegenstimmen abgezeichnet. Bei dem Bürgerentscheid haben rund 55.000 Menschen aus dem Bezirk Hamburg Mitte über das Seilbahn-Projekt abgestimmt, wahlberechtigt waren über 200.000.

Die SPD-Fraktion in Mitte begrüßte das Votum: „Das ist ein grandioses Ergebnis für die Menschen vor Ort“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Arik Willner (SPD). „Die SPD-Fraktion begrüßt die deutliche Ablehnung der Seilbahn, dessen Nutzen für die Stadt von Anfang an gleich Null war.“

Die Seilbahn sollte St. Pauli mit den Musicaltheatern auf Steinwerder verbinden und rund 35 Millionen Euro kosten. Die Kosten wollten die Initiatoren aus dem österreichischen Unternehmen Doppelmayr und das Musicalunternehmen Stage Entertainment nach eigenen Angaben selbst tragen.

Die beiden Firmen bedauerten den negativen Ausgang des Bürgerentscheids. „Selbstverständlich akzeptieren und achten wir den Bürgerwillen. Seitdem wir gemeinsam die Idee einer Seilbahn über die Elbe der Öffentlichkeit vorstellten, haben wir gehofft, die Mehrheit der Hamburger und Hamburgerinnen für dieses innovative Projekt begeistern zu können. Das haben wir leider nicht erreicht. Wir danken allen Unterstützern für ihr Engagement und ihr positives Feedback in den letzten drei Jahren“, erklären Ekkehard Assmann, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Doppelmayr Seilbahnen GmbH, und Stephan Jaekel, Unternehmenssprecher von Stage Entertainment. (wb)
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