Sie gibt ihr Blut für andere

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Feierte ein Jubiläum mit Vorbildcharakter: Die Tonndorferin Elsbeth David spendete jetzt zum 200. Mal Vollblut Foto: Kuchenbecker

Elsbeth David spendet seit 45 Jahren und jetzt zum 200. Mal

Von Nicole Kuchenbecker
Wandsbek. Elsbeth David (65) will anderen Menschen helfen. Und sie tut dies auf eine ganz bestimmte Art und Weise: Sie spendet Vollblut und hat dies jetzt bereits 200. Mal gemacht.
Seit 45 Jahren ist es für Elsbeth David eine Selbstverständlichkeit, ihr Blut für andere Menschen zu spenden. Der Gang zum Blutspendedienst ist für die Tonndorferin schon Routine. Viermal im Jahr spendet sie heute das rote Lebenselixier. Das erste Mal war am 4. Juni 1968.
Den Wandel im Blutspendedienst hat die Spenderin über all die Jahre miterlebt. „Früher wurde das Blut noch in Glasflaschen abgenommen“, erklärt Dr. Reimer Jürs, Arzt im Blutspendedienst im Wandsbek Quarree. Auch wurde eine durchsichtige Plastiktrennwand über der Einstichstelle befestigt. Aus hygienischen Gründen.
„Heute macht man so etwas nicht mehr, obwohl die Hygiene an erster Stelle steht“, führt er weiter aus. Und auch die Abnahmezeit im Vergleich zu früher ist wesentlich geringer. Benötigt man heute für eine Vollblutspende für Anmeldung, Untersuchung, Abnahme und Ruhezeit gut eine Stunde, so war es früher noch ein halber Tag. Für eine Plasmaspende braucht man durch das aufwendigere Entnahmeverfahren gut 30 Minuten länger.

Trotz kurzer Spendezeit fehlt dem Blutspendedienst oftmals der Nachschub. 90 000 Blutentnahmen finden in allen Blutspendediensten zusammen zwar jährlich statt, allein davon
30.000 in Wandsbek, doch um die Versorgung in der Bevölkerung zu sichern, müssten noch weitere 30.000 Spenden aufgebracht werden. Blutspenden erhalten übrigens nicht nur Unfallopfer mit hohem Blutverlust. Auch Kinder, Patienten mit onkologischen Erkrankungen (Krebs) und Schwangere leiden oft unter einer Blutarmut. „Es wäre ja schon super, wenn unsere Spender regelmäßig kommen würden“, sagt der Arzt weiter. Elsbeth David ist dafür ein Paradebeispiel. Und sie will nicht damit aufhören. Solange es vom Alter her geht und die Gesundheit es mitmacht. Die Blutspenderin: „Ich mache weiter, so lange ich darf.“



Um Blut zu spenden, muss man über 18 Jahre alt sein. Die Alters-Höchstgrenze liegt derzeit für Neuspender bei 60 Jahren. Außerdem sollten potentielle Spender gesund sein. Menschen mit Herzproblemen sollten besser kein Blut spenden. Dies gilt ebenso für Menschen mit krankhaft hohem Blutdruck (Hypertonie).
Insulinpflichtige Diabetiker sind ebenfalls ausgeschlossen. Bei Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen (Unter- oder Überfunktion) ist eine Spende möglich, aber nur mit Rücksprache des behandelnden Arztes.
Weitere Informationen zu Voraussetzungen auch unter www. blutspendehamburg.de (nk)
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