Sieben Pokale für Hamburger Kickboxer

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Fünf erste und zwei dritte Plätze lautete die stolze Bilanz von Jens Borucki (l.), Nele Feuer und ihrem Vater Frank. Der Lohn waren sieben überdimensionale Pokale Foto: Thomas Hoyer

Sportler aus Wandsbek schlagen in Florida internationale Konkurrenz

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Ein teurer Spaß war es schon, aber der Trip über den großen Teich hat sich gelohnt. Mit sieben Pokalen kehrte das kleine dreiköpfige Kickboxteam von Feuersports e.V. aus Orlando/Florida zurück, wo im Convention-Center des Disneyparks die US-Open stattfanden, mit über 7.000 Aktiven eine der weltweit größten Kampfsportveranstaltungen. Gleich für alle drei Kickbox-Disziplinen der Veteranenklasse bis 89 Kilogramm hatte Frank Feuer gemeldet. Beim „Point Fighting“ (Semikonkakt), das wie beim Fechten nach jedem Treffer unterbrochen wird, dominierte der 46-jährige Vereinsvorsitzende das Teilnehmerfeld ebenso wie beim „Continuous Sparring“ (Leichtkontakt) und gewann am Ende die mit 16 beziehungsweise 15 Aktiven besetzen Wettbewerbe deutlich und in allen sieben Kämpfen unbesiegt. In der dritten Disziplin, dem „Clash Sparring“, bei dem im Gegensatz zum „Point Fighting“ nach Treffern sofort weiter weitergekämpft wird, reichten Frank Feuer zwei Siege zum Turniergewinn.

Knappe Niederlage

Etwas enttäuscht von seinem Abschneiden war Jens Borucki, der bei den Veteranen nur beim „Point Fighting“ an den Start ging (+89kg) und dort seinen im Vorjahr errungenen Titel verteidigen wollte. Doch es kam anders: Zwar gewann der 48-Jährige seine beiden ersten Auseinandersetzungen deutlich nach Punkten, doch eine ganz knappe 7:8-Halbfinal-Niederlage gegen einen Amerikaner bedeutete schließlich nur den dritten Platz.
Youngster erfolgreich
Ein ganz besonderes Erlebnis war die Reise für Nele Feuer, die ihr Vater in der Fortgeschrittenen-Klasse bis elf Jahre für alle drei Disziplinen gemeldet hatte. Vor allem beim „Point Fighting“ wurde Nele richtig gefordert, indem sie viermal auf die Matte musste.
Für die Sechstklässlerin der Gyula-Trebitsch-Schule aber kein Problem. Sie gewann alle ihre Kämpfe, drei davon durch technischen K.o., sprich einen vorzeitigen Abbruch, der bei sieben Zählern Vorsprung erfolgt. Platz eins war der verdiente Lohn. Nicht so gut lief es in der Disziplin „Continuous Sparring“, wo Nele den dritten Platz belegte.
Einen weiteren Pokal gewann die Elfjährige beim „Class Sparring“, allerdings kampflos, da die einzige gemeldete Teilnehmerin, eine Amerikanerin, nicht antrat. „
Eine besondere Herausforderung war für Frank Feuer der Rücktransport der überdimensionalen, 1,65 Meter hohen Pokale. „Unsere sieben Trophäen, die aus jeweils 65 Teilen bestehen, musste ich komplett zerlegen“, schmunzelt der Tonndorfer, der mit dem Abschneiden bei US Open hochzufrieden war. „Obwohl ich vorher Fotos gemacht hatte, hat es doch mehrere Stunden gedauert, bis sie wieder zusammen gesetzt waren.“
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