So schön blüht hamburg-Jenfeld

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Die Familie Sonnenwald hat im Zaunkönigweg einen prachtvollen Garten geschaffen Fotos: Grell

Zu Besuch in der Gartengemeinschaft an der Barsbütteler Straße

Von Karen Grell
Hamburg. Urlaub in der Ferne? Geht nicht. Die Blumen, Stauden und das Gemüse auf der Parzelle müssen schließlich gepflegt werden. „Aber für uns ist das die schönste Art, hier Urlaub zu machen“, sagt Heinz Krüger. Seit 25 Jahren verbringt er den Sommer in seinem Kleingarten in Jenfeld.

„Für uns ist das die schönste Art, Urlaub zu machen.“ Heinz Krüger

Wer die Gartengemeinschaft 512 in Jenfeld sucht, der wird vielleicht zunächst ein paar Mal vorbeifahren. Versteckt hinter hohen Hecken liegt die kleine Oase und dennoch zentral an der Barsbüttler Straße, am äußersten Rand des Stadtteils. „Das hier ist genau die Grenze zu Barsbüttel“, weiß Heinz Krüger, der mit seiner Frau Ursula aus Altona kommt, um hier die Ruhe des Gartens zu genießen. Er hat die Parzelle gemietet, als er noch in Hohenhorst wohnte. „Die Luft in den Kleingärten ist einfach besser als in der Stadt“, erzählt der Rentner.
Über 120 Parzellen soll es in der Gartengemeinschaft 512 geben, die sich an Schnurgerade angelegte kleine Wege reihen. Genau 1,10 Meter darf die Hecke hoch sein. „Das wird schon mal kontrolliert“, schmunzelt Heinz Krüger, der auch ein paar Gärten kennt, in denen gar nichts gemacht wird. Insgesamt sei es in der Kleingartenanlage aber eine gute Gemeinschaft mit Festen und Veranstaltungen im Vereinshaus.
Den schönsten Garten finden Spaziergänger im Zaunkönigweg. Da hat Familie Sonnenwald ein Paradies aus Blumen und blühenden Stauden geschaffen, das sich dem Besucher bereits über den Zaun hinweg entgegenstreckt. „Die beiden pflegen vermutlich gerade ihren verdienten Nachmittagsschlaf“, flüstert Nachbarin Ursula Dingel, um niemanden zu stören. Ruhe haben sie bestimmt verdient, die beiden seien sonst stets im Garten zu Gange. Das Ergebnis lässt sich sehen und weil die Nachbarschaft hier in Jenfeld auch so nett ist, gibt es zwischen den Parzellen häufig keine Zäune. Ein Kleingartenverein, wie man sich ihn andernorts in Hamburg nur wünschen könnte.

Info:
Die Kleingartenbewegung feiert in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag. Die ersten Gärten wurden in Kappeln an der Schlei gegründet. Der Kappelner Pastor Christian Friedrich Heinrich Schröder (1744 – 1818) gilt als Begründer des vereinsmäßig organisierten Kleingartenwesens.
In Hamburg gibt es heute auf einer eine Fläche von 14 Millionen Quadratmetern etwa 34.000 Schrebergärten, die von rund 45.000 Mitgliedern aus 311 Vereinen beackert werden. Die meisten Kleingärtner (8950) der Hansestadt leben im Bezirk Wandsbek. Dort gibt es 71 Kleingartenvereine mit rund 7200 Parzellen. (je/wb)
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