So schön ist Omas Garten

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Sara (3)aus Farmsen kennt nichts Schöneres als im Garten- und Spielparadies ihrer „Oma“ Dorothea Kedzierski herum zu toben. Foto: Bätz
 
Sabine Meister liebt Tomaten aller Art. Fotos: hbz

Großloher Gartenkolonie „Bachstücken“ wird 35 Jahre alt

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Großlohe hat ein kleines Paradies, das wahrscheinlich mancher Großloher noch gar nicht entdeckt hat – die Kleingärten der Gartengemeinschaft Bachstücken am Rande Großlohes in Richtung Stapelfeld, genauer gesagt am Großloher Weg 1. Auf 72 Parzellen erfreuen sich hier Gartenfreunde am eigenen Gemüse wie Tomaten und Zucchini, oder Blumen wie Rosen, Margariten oder Vergissmeinnicht.
Seit 35 Jahren, seit dem 27 Juni 1977, gibt es nahe den Hochhäusern am Großloher Ring diese von der Hansestadt Hamburg an den Verein Gartengemeinschaft Bachstücken 590 verpachteten Kleingärten, so erfährt man beim Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V., der rund 100 000 Kleingärtner mit 33 000 Kleingartenparzellen in allen Hamburger Kleingartenverein organisiert und deren Interessen in der Öffentlichkeit vertritt.
An jenem Junitag 1977 unterzeichnete der damalige Erste Vorsitzende des Großloher Vereins Emanuel Petr den Vertrag mit der Hansestadt, der es erlaubte auf früheren Ödland zu gärtnern, zu pflanzen und eine Laube zu errichten. Heute existieren 72 Lauben. Der Run auf die Parzellen war damals noch nicht so groß, wie heute, erfährt man vom derzeitigen ersten Vorsitzenden des Vereins Siegfried Baumann. Baumann (75) selbst entdeckte seinen Hang zum Kleingärtner bei einem sonntäglichen Treffen mit einem Arbeitskollegen eher zufällig. Bei einem Spaziergang sahen sie die damals gerade abgezäunte Fläche der künftigen Gartenkolonie. Eher im Scherz sagte sein Arbeitskollege zu dem Campingfreund Baumann, „wenn Du einen Garten nimmst, nehme ich auch einen“. „Das sackte dann eins, zwei Tage bei mir“, so Baumann. Dann griff er zu. Sein Arbeitskollege ist heute sein Nachbar. Baumann und seine Frau, beide aus dem früheren Pommern stammend, führen diese Liebe zum Garten auf ihre ländliche Herkunft zurück, damit hat man einfach den Hang zur Natur. Völlig unerwartet und ungeplant dagegen kamen Peter Löbnitz und seine Frau Ute 2003 zu ihrem Garten. Eigentlich, so der frühere Installateur und Großloher „wollten wir drei Wochen Urlaub in Mexiko machen, da bekamen wir von einem Bekannten den Tipp mit den Kleingärten. Ich glaubte nicht, dass hier etwas frei sei, aber dann erfuhr ich von einem Grundstück mit einer maroden Laube, und dann war klar, ich erneure die, nach Mexiko können wir immer noch!“ Und so passierte es , dass sich die Familie Löbnitz heute an Kleinteich, Olivenbäumchen, Fuchsien freut, und immer noch von der Reise nach Mexiko träumt. Besonders für Familien sind die Kleingärten interessant. Das zeigen Schaukel, Rutsche oder Sandkasten in manchen Gärten. Auch die Polin Dorothea Kedzierski sieht das so, die mit Enkelin Sara gerade in ihrem Garten spielt.
Siegfried Baumann gefällt dies, er wünscht sich, „dass unser Verein, unsere Gärten für Familien noch interessanter werden“. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund, will man sich beim Jubiläum am Sonnabend, dem 4. August mit einem umfangreichen Programm der Öffentlichkeit präsentieren und so für sich werben. (hbz)
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