Sorgen an der Stellau

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Die Anwohner sind der Meinung, die Stellau, der Uferweg und das Grün drum herum sind jetzt schon Idylle genug Foto: güb

Anwohner: Bezirk will Grundstücke, um Fußweg zu verbreitern

Rahlstedt. Der Bezirk Wandsbek will nach deren Aussage Anwohnern in der Buchwaldstraße Teile ihrer Grundstücke wegnehmen. Mit dem Bebauungsplan Rahl
stedt 127 soll der Weg neben dem Flüsschen Stellau aufgewertet werden. Der bestehende Weg soll verbreitert werden und Fußgänger und Radfahrer anlocken. Die jetzige Uferböschung soll ebenso verbreitert und mit einheimischen Pflanzen zum Biotop erweitert werden.

Hinter Plänen werden andere Ziele vermutet

Für diese Pläne müssen die Anwohner, deren Häuser an der Buchwaldstraße liegen und deren Gärten bis zum jetzigen Weg an der Stellau reichen, Teile ihrer Grundstücke abgeben. Nach den Plänen des Bezirks sollten es früher acht Meter sein. Im jüngsten Planungsausschuss reduzierten die Fraktionen von SPD und Grüne das auf sechs Meter. Damit sind die Anwohner aber genauso wenig einverstanden. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel Arbeit und Zeit in unseren Garten gesteckt. Wir hätten Qualitäts- und Werteinbußen, wenn das Bezirksamt unseren Garten drastisch beschneidet. Wir sind nicht bereit, auch nur einen Quadratmeter abzugeben“, erklären Hanchen Lemcke und ihr Mann.
„Uns droht eine kalte Enteignung und der Wertverlust unserer Grundstücke. Ich glaube, hinter den Plänen steckt eine Strategie, die eines Tages zu einer weiteren Bebauung nahe unserer Häuser führt. Wir lassen es nicht zu, dass die Natur in unserer Umgebung zerstört wird“, empört sich Anwohner Ernst-Otto Asch.
Auch andere Anwohner protestieren gegen die Pläne des Bezirksamtes. „Die CDU unterstützt die Anwohner. Wir lehnen die Pläne, die SPD und Grüne mit dem Weg an der Stellau verfolgen strikt ab. Der Vorschlag von Seiten der Grünen, die Anwohner sollten die Teile ihrer Grundstücke, die für den Ausbau des Weges genutzt werden sollen, doch der Stadt übereignen, ist einfach indiskutabel“, erklärt Eckard Graage, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksversammlung Wandsbek, der die Anwohner vor Ort über den Beschluss des Planungsausschusses informierte.

„Natur an der Stellau ist doch bestens“

„Das Bezirksamt Wandsbek will mit seinen Plänen die Stellau aufwerten. Für uns sind die Argumente nicht überzeugend. Wir sind der Meinung, Idylle und Biotop sind schon reichlich vorhanden. Betrachtet man die wunderschönen Gartenanlagen, die teilweise Teiche aufweisen, dann ist die Natur entlang der Stellau bestens ausgestattet“, so der Tenor der Anwohner beim Treffen am Stellauufer. (güb)
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