„Soviel du brauchst“

Anzeige
Stellten sich gut gelaunt der Presse: Senator Detlef Scheele (v.li.), Bischöfin Kirsten Fehrs und Kirchentagspräsident Professor Dr. Gerhard Robbers.

Der Evangelische Kirchentag bittet um Kojen

Von Franz-Josef Krause
Hamburg. „Soviel du brauchst“, angelehnt an 2. Mose 16,18, lautet das Motto des 34. Evangelischen Kirchentages, der Anfang Mai in Hamburg gut 100.000 Besucher zusammenführen will. Es geht, so Kirchentagspräsident Dr. Gerhard Robbers, Professor für Kirchenrecht und Verfassungsgeschichte an der Universität Trier, um die Verantwortung der Christen in und für die Gesellschaft, um Ökologie und gelebte Demokratie. Ganz bewusst spricht er von einem Kirchentag der Verantwortung, der auch vor Themen aus Wirtschaft, Kunst und Politik keinen Bogen macht. Robbers bekleidet das Amt nach Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und der parteilosen früheren Hamburger Kultursenatorin, Karin von Welck. Sie war eine der rund 150 Gäste, die sich zum Neujahrsempfang des 34. Evangelischen Kirchentages am vergangenen Donnerstag im Festsaal des Literaturhauses eingefunden hatten. Auch Dietrich Wersich, CDU-Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer in der Hamburger Bürgerschaft, sowie von 2008 bis 2011 Sozialsenator in Hamburg, lauschte der Rede seines Nachfolgers Detlef Scheele (SPD).
Scheele begrüßte die Mitarbeit der Kirchen in Hamburg und verwies nicht ohne Stolz darauf, dass Hamburg durch die mit den muslimischen Verbänden geschlossene Vereinbarung eine Vorreiterrolle in Sachen Integration eingenommen hat.
Kirsten Fehrs, Bischöfin der Nordkirche für den Sprengel Hamburg und Lübeck, zeigte sich überzeugt davon, dass auch von diesem Kirchentag Impulse ausgehen werden. Zwei Projekte gibt es in Hamburg, von denen die Bischöfin überzeugt ist, dass sie befruchtend für den Kirchentag sein werden: „Im Verbund mit der Internationalen Gartenschau und der Internationalen Bauausstellung wird dies konkret: Stadtentwicklung und soziales Wohnen, das sich jeder Mensch leisten können sollte. Klimawandel wird bewegen und Barrierefreiheit – Inklusion ist mehr als der Abbau von äußeren Hemmnissen, sie ist ein soziales Thema.“ Aber auch ein gemeinsames, ganz handfestes Anliegen beschäftigte an diesem Tag: Seit November des vergangenen Jahres richten die Verantwortlichen des Kirchentages an die Hamburger eine maritim formulierte Frage: „Koje frei?“ Bislang mit mäßigem Erfolg. Die jungen Besucher werden bei Kirchentagen traditionell in Schulen untergebracht. Aber für die älteren Gäste setzt man auf die Gastfreiheit der Hamburger. Es ist ein bereichernder Aspekt von Kirchentagen, Häuser und Wohnungen fremden Gästen zu öffnen. Jeder ist eingeladen, Gastgeber zu sein – Kirchenmitgliedschaft ist kein Kriterium. (hfr)

Kirchentag vom 1. – 5. Mai. Kirchentag sowie „Kojenkontakt“: Tel.: 430931-200

Koje frei?
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige