Spenden erarbeitet

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Sozialer Tag für Schüler. Zum zweiten Mal wurde die Aktion jetzt am Gymnasium Oldenfelde durchgeführt. „Symbolfoto: thinkstock

Sozialer Tag kam bei Oldenfelder Schülern gut an

Von Rainer Glitz
Oldenfelde
Die Idee des „Sozialen Tages“ ist einfach. Statt die Schulbank zu drücken, tun die Gymnasiasten Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld etwas Gutes. Dafür bekommen sie eine Spende, das Geld geht an einen guten Zweck. Zum zweiten Mal wurde die Aktion jetzt am Gymnasium Oldenfelde durchgeführt. „Nur zehn Schüler haben nicht mitgemacht und stattdessen Unterricht bekommen“, sagt Astrid Dietrich, die sich um die Organisation gekümmert hat. Am nächsten Tag wurden alle Klassen befragt, ob sie noch einmal mitmachen würden. „90 Prozent sagten ja, vielen hat es wirklich gut gefallen, etwas Soziales zu tun“, so die Lehrerin für Englisch, Sport und Informatik.
„Alle waren sehr motiviert bei der Sache“, ergänzt Schulsprecher Anthony Volkmann. Er war mit einer Schülergruppe in der Trinitatis-Kirche in Rahlstedt-Ost unterwegs. Dort jäteten die Oldenfelder Unkraut und räumten den Keller auf. Andere gaben Nachhilfe, lasen vor, halfen den Großeltern oder füllten für einen Tag Regale im Supermarkt auf. „Bei den Jüngeren stand die Hilfe im Vordergrund, die Älteren konnten auch einfach arbeiten, um Geld zu verdienen“, erklärt Schulleiter Henning Sievers. Die Einnahmen der fünften bis siebten Klasse soll für neue Spielgeräte auf dem Schulhof in Oldenfelde genutzt werden. Mit dem Geld der älteren Gymnasiasten wird die Flüchtlingsunterkunft in der Rahlstedter Straße unterstützt. Durchgezählt sind die Umschläge mit den Spenden noch nicht. „Das Soziale steht im Vordergrund, nicht die Summe“, sagt Astrid Dietrich.
„Bei den Schülern gibt es eine starke soziale Ader, das haben wir schon im letzten Jahr gemerkt“, sagt Schulsprecher Anthony Volkmann. Vielen sei es gar nicht recht, dass ein Teil der Spenden für die eigene Schule gedacht ist. „Die wollten lieber anderen helfen.“ Beim nächsten Sozialen Tag sollen die Schüler deshalb frühzeitig bei der Entscheidung mit einbezogen werden, wofür die Spenden verwendet werden. Im vergangenen Jahr ging die Gesamtsumme von mehr als 11.000 Euro an das Hilfsprojekt „Viva con Agua“.
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