Spielend 60 Jahre gemeistert

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Käthe und Bruno haben sich einen kleinen Billardtisch angeschafft, um ihrem Hobby nachzugehen Foto: kg

Käthe und Bruno Lübbe feiern Diamantene Hochzeit

Wandsbek Käthe und Bruno Lübbe feiern in dieser Woche ihr 60. Ehejahr und damit die Diamantene Hochzeit. Kennengelernt haben sich die beiden schon zwei Jahre vor der Hochzeit, wie damals üblich, beim Tanzen. Die große Liebe begann in Schwerin und eigentlich war Käthe zunächst gar nicht „auf den ersten Blick verliebt“, sagt sie heute lachend bei den Erinnerungen an die damalige Begegnung mit Bruno. Auf die Frage des unbekannten Mannes, ob er ihr in den Mantel helfen dürfe, antwortete die 17-jährige Käthe schnippisch: „Das kann ich schon alleine junger Mann.“ Doch Bruno Lübbe blieb dran, holte sie jeden Tag bei ihrer damaligen Arbeitsstelle in einem Lokal, in dem sie Köchin lernte, ab.

„Ehe, das ist ein Stück harte Arbeit.“ Käthe Lübbe


Dann ging alles ganz schnell. Die erste Tochter, heute 60 Jahre alt, war unterwegs und es wurde geheiratet. Zunächst lebte die junge Familie in einem Zimmer mit Küche, dann folgte die erste eigene Wohnung und 1957 der Umzug nach Hamburg. Zwei weiter Töchter folgten. Heute haben Käthe und Bruno Lübbe vier Enkel und vier Urenkel. Der jüngste der Familie, Lenni, ist gerade einmal acht Monate alt.
„Ehe, das ist ein Stück harte Arbeit,“ sagt die 80-jährige Käthe. Man dürfe nicht gleich bei jedem kleinen Konflikt aufgeben, meinen die langjährigen Eheleute und man müsse Geduld und Verständnis für den anderen aufbringen. Gelebt hat die Familie seit ihrer Ankunft in Hamburg immer im Bezirk Wandsbek. Geld war nach dem Krieg bei allen knapp und so verbrachten die Eltern mit ihren drei Töchtern die Ferien im eigenen Kleingarten in Wandsbek-Gartenstadt oder bei Verwandten in Frankfurt, die selber kleine Kinder hatten. „Wenn wir unterwegs waren, dann immer mit dem Fahrrad“. Ein Auto hatten die Lübbes nie. Auch heute noch ist Gatte Bruno für die Einkäufe zuständig. Fährt mit dem Rad zum Markt, während Käthe sich um den Haushalt und natürlich um die gute Küche kümmert. Ob die beiden ein gemeinsames Hobby haben? „Klar, wir spielen“. Rommé, Halma und Billard. „Langweilig ist uns nie“, da sind sich die beiden einig. Für ihren eigenen Billardtisch haben die verspielten Rentner übrigens den Wintergarten hergerichtet. Auf einem kleinen Tisch mit glattgebügelter Blumentischdecke und Familienportraits an den Wänden kommen dann am Abend die Kugeln ins Rollen. (kg)
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