Spielend lernen in Hamburg

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Der Vorhang ist schon zugezogen, gleich gibt es Kino: Die Jugendlichen freuen sich auf den Film „Gregs Tagebuch 3“ mit Zachary GordonFotos: Christa Möller

Unterstützer für die Schule Bekkamp gesucht

Von Christa Möller
Jenfeld. Die 120 Schüler der Schule Bekkamp haben eines gemeinsam: Sie benötigen etwas mehr Zeit zum Lernen.
„Es sind alles Menschen, die im Bereich geistige Entwicklung oder Lernen Schwierigkeiten haben.“ Für sie ist auch die Freizeitgestaltung nicht immer leicht. Sie haben weniger Außenkontakte als andere Jugendliche und erleben oft, dass sich Gleichaltrige ab einer bestimmten Altersstufe von ihnen abgrenzen. „Für die Schüler mit Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung ist der Freizeit-Club oftmals die einzige Möglichkeit, soziale Kontakte zu Gleichaltrigen außerhalb des Unterrichts zu pflegen und auszubauen“, weiß Stefan Merke, Abteilungsleiter der Oberstufe. Außerdem werde durch die Begegnung mit anderen Menschen im öffentlichen Raum, zum Beispiel im Kino und im Restaurant, die Selbstverwirklichung in sozialer Integration gefördert.
Wenn die meisten Kinder längst zuhause sind, fängt für einige Schüler der mehrjährigen Abschlussstufe der Schule Bekkamp der Spaß erst richtig an: Im Freizeit-Club treffen sich die 14- bis 19-Jährigen klassenübergreifend donnerstags in der Schule. Mal zum Spiele- oder Film-Nachmittag, mal zum Sport oder auch zum gemeinsamen Grillen. Mit dabei sind Stefan Merke, Lehrerin Andrea Eesmann und Erzieherin Anna Almeida. Regelmäßig stehen aber auch Aktivitäten außer Haus an. Oliver (19) Alihan (16) Mercedes (17) und die anderen 15 Club-Mitglieder zählen gemeinsam auf: „Wir waren schon beim Tag der Legenden im St. Pauli-Stadion, beim Mittelalter-Spectaculum, beim Schwimmen, beim Eishockey und, und, und.“ Wenn sie mit dem Freizeit-Club unterwegs sind, fällt der entsprechende Treff am Donnerstag aus. Sehr beliebt ist auch die Übernachtung in der Schule.
„Das hat schon Tradition“, sagt Mercedes. Die nächste Aktion: Ende April geht es nach Altona in die Jugenddisco Motte. Für ein Jahr müssen sich die Teenager zur regelmäßigen Teilnahme am Freizeit-Club verpflichten. Voraussetzung für den Club-Besuch: „Die Schüler müssen sich orientieren können, wenn wir unterwegs sind und in der Lage sein, selbst nach Hause zu fahren“, erklärt Stefan Merke. So ergebe sich ein Lernfeld für Schüler, „die nicht so örtlich orientiert sind.“

Lokale Unterstützer und Spender gesucht

Für jedes Treffen zahlen die Schüler einen Eigenanteil von 1,50 Euro – Geld, das nicht alle Eltern aufbringen können. „Der Eigenanteil deckt die Kosten bei weitem nicht“, sagt Andrea Eesmann. Zwar hat der Freizeit-Club keine regelmäßigen Spender, aber der Förderverein der Schule freut sich natürlich auch über Einzelspenden wie jetzt gerade 1.500 Euro zugunsten des Freizeit-Clubs von der Peter-Mählmann-Stiftung der Hamburger Sparkasse. „Am besten wäre für uns natürlich ein längerfristiges Engagement“, hofft Stefan Merke, doch noch zusätzlich ortsnahe Sponsoren zu finden, die bereit sind, den Freizeit-Club zu unterstützen. Interessierte erfahren Näheres in der Schule Bekkamp unter Tel.: 040 / 428 86 51 0.
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