Sportpark für Farmsen

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Die kontaminierte Anlage des Post SV soll modernisiert werden. Foto: rg

Gelände Neusurenland soll ausgebaut werden

Von Rainer Glitz
Farmsen. Die alte Sportanlage des Post SV ist in einem desolaten Zustand – da sind sich Bürgerverein Farmsen-Berne, Sportler und Bezirkspolitiker einig. Einziger Lichtblick war der Plan, eine BMX-Bahn für Radsportler zu bauen. Doch jetzt kommt Zug in die Sache: Die Sportvereine Farmsener TV, Post SV, SC Condor und TuS Berne ziehen an einem Strang mit der Radsportgemeinschaft, dem Gymnasium Farmsen und der Schule Surenland. Alle gemeinsam haben einen Vorschlag für die Nutzung des Geländes erarbeitet. Die Anlage soll modernisiert und so für den Vereins- und Schulsport erhalten bleiben.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam trotz begrenzter Mittel der öffentlichen Haushalte eine Chance haben, den unterbreiteten Vorschlag Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Hans-Otto Schurwanz, der Vorsitzende des Bürgervereins Farmsen-Berne. Konkret geplant ist neben der BMX-Anlage eine zügige Renovierung der beiden Rasenplätze, der Bau von Leichtathletikanlagen sowie mittelfristig eine neue Dreifeldhalle.
Die rot-grüne Koalition in der Bezirksversammlung Wandsbek unterstützt die Pläne. Sie beschloss jetzt, dass die Radsportgemeinschaft Hamburg einen gesonderten Rahmenvertrag für die Errichtung einer BMX-Bahn erhält.
Der laufende Vertrag mit dem Post SV wird dahingehend geändert, dass auch die drei anderen Vereine die Sportanlage in Kooperation nutzen können. „Wir haben beschlossen, den Bau der BMX-Bahn mit 60.000 Euro zu fördern, auch um ein Zeichen für den Stadtteil zu setzen“, erklärte Anja Quast, Vorsitzende der SPD-Bezirksfraktion. Die Sportanlage könne ein echter Magnet für Farmsen-Berne werden.
Grundvoraussetzung für die geplanten Neubauten ist allerdings, dass von dem Neusurenland-Gelände keinerlei gesundheitliche Gefahren ausgehen.
„Aufgrund der mir vorliegenden Informationen kann ich mir schwer vorstellen, dass das tatsächlich so ist“, sagte Oliver Schweim von den Grünen. Denn unter der gesamten Fläche in Farmsen befindet sich eine Müllkippe. Jahrzehntelang wurde die ehemalige Tongrube als Deponie missbraucht. Bis 1966 wurden hier Hausmüll und Bauschutt abgeladen, aber auch Industrieabfälle wie Öl, Teer oder flüssige Reinigungsrückstände aus Entfettungsbädern. Aus dem Boden entweicht Gas.
Die Wandsbeker Grünen haben eine Große Anfrage auf den Weg gebracht, die die Sachlage klären soll. Sie wollen die Fläche am Neusurenland sanieren.
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