Stadtplatz im Juli fertig

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Vor dem Museum der Arbeit entsteht der neue Barmbeker Stadtplatz Foto: Leuschen

Endspurt bei den Bauarbeiten für Barmbeks neue Mitte

Von Misha Leuschen
Barmbek. Wer am Barmbeker Bahnhof aus- oder umsteigt, der hat die Großbaustelle am Bert-Kaempfert-Platz genau im Blick. Der Marktplatz zwischen Globetrotter, Zinnschmelze und dem Museum der Arbeit wird zur Zeit aufwändig umgestaltet, die Marktbeschicker nutzen seit Jahresbeginn die Fläche des ehemaligen Busbahnhofs. Im Juli sollen die Arbeiten am Stadtplatz soweit fertiggestellt sein, dass der Markt wieder auf der gewohnten Fläche stattfinden kann.

Platz für Markt

Doch was passiert hier eigentlich? „Es soll hier ein neuer zentraler Stadtplatz für das Bezirkszentrum Barmbek-Nord geschaffen werden“, sagt Katja Glahn, Sprecherin des Bezirksamtes Nord. Eine Fläche, die genügend Platz bieten soll für mehr und größere Marktstände, für Veranstaltungen wie den Flohmarkt, NDR-Events oder das Hofsommerfest. „Die Kosten für den neuen Bert-Kaempfert-Platz (benannt nach dem 1923 in Hamburg geborenen Orchesterleiter) können nur zusammen mit dem Aufwand für die Umgestaltung des Museumshofes sowie des Bereichs um die Zinnschmelze genannt werden, gesamt knapp drei Millionen Euro. Die Kulturbehörde trägt davon 800.000 Euro.“
Auf das Ergebnis des Umbaus freut sich beispielsweise Joy Robertson, die mit ihren Eltern den Laden „Peggis Schwester“ im Rundturm betreibt. Mit der grünen Außengestaltung hat sich der Familienbetrieb viel Mühe gegeben. Nun hofft sie darauf, dass der neue Stadtplatz richtig grün wird. Immerhin: Rund um den Rundbunker ist die Anpflanzung von acht Platanen geplant. „Die sind schon bei der Pflanzung acht Meter hoch, die Kronen werden einen Durchmesser von vier Metern haben“, erklärt Carolin Ahrens von der BIG-Bau.

Freier Blick

Vor der Zinnschmelze sollen sechs mehrstämmige Zierkirschen gepflanzt werden, stolze vier Meter hoch, und rund um den Bücherhallen-Annex werden Zierquitten von 1,50 Metern ihren Platz finden. Manchen Anwohnern ist das zu wenig, sie befürchten eine Verödung durch fehlendes Stadtgrün und ohne schattenspendende Bäume im Sommer.
Das Denkmalschutzamt verweist auf freien Blick auf das Gebäudeensemble und Durchblick an den Sichtachsen. Das Museum der Arbeit ist in einem historisch interessanten Gebäude untergebracht, der 1871 gebauten ehemaligen Fabrik der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie. Um am Stadtplatz Pause zu machen, wird es Sitzplätze auf einer dreistufige Treppenbank rund um den Bunker geben.
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