Stadtteilarchiv Bramfeld sucht alte Fotos

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Gudrun Wohlrab präsentiert Fotos vom „Brakula“ aus verschiedenen Epochen Foto: tel

Ausstellung zur Wiedereröffnung des Kulturladens Brakula geplant

Von Michael Hertel
Bramfeld
Während die Sanierung des Bramfelder Kulturladens (Brakula) auf die Zielgerade biegt, bereitet die neue Leiterin des Bramfelder Stadtteilarchivs, Gudrun Wohlrab (52), zusammen mit ehrenamtlichen Helfern eine historische Fotoausstellung des rund 130 Jahre alten Bauernhauses zur Wiedereröffnung des Hauses vor. „Die Idee ist, die wechselvolle Geschichte des Gebäudes darzustellen. Wobei wir Unterstützung alter Bramfelder und Bramfelderinnen gut gebrauchen können.“ Wer also noch Fotos und/oder Erinnerungen an frühere Nutzungen des seit 2003 unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes beisteuern kann, ist herzlichst zur Mitgestaltung der Ausstellung eingeladen. Denn auch im Stadtteilarchiv weiß man längst nicht alles über das Haus an der Bramfelder Chaussee 265. „Bekannt ist, dass Landwirt Wilhelm Junghans das Haus zwischen 1880 und 1900 erbauen ließ“, berichtet Wohlrab. Jahrzehnte später diente das Gebäude unterschiedlichsten Zwecken. Es war unter anderem Bücherhalle, Kripo-Kommissariat, Arbeitsamt, Bauamt und BSV-Vereinshaus (Hinterhaus), womöglich sogar eine Kindertagesstätte. Die Mitglieder des Bramfelder Kulturladens, zunächst beheimatet in einem Hinterhofgebäude im Hildeboldtweg, bemühten sich um das vor dem Abriss stehende Gebäude. Nach umfangreicher ehrenamtlicher Instandsetzung konnte das Stadtteilkulturzentrum 1984 eröffnet werden. Dass bei so unterschiedlichen Nutzungen und Nutzern einiges aus der Zeit der Erbauung verloren ging, ist verständlich. Vieles aber blieb erhalten, und dazu gehört nicht nur die vom Denkmalschutzamt als besonders repräsentativ eingestufte Fassade. „Hinter dem Saal findet man sogar noch Kopfsteinpflaster, das bestimmt aus dem 19. Jahrhundert stammt“, weiß Wohlrab. Insgesamt wurden bereits 80 Bilder gesammelt, laminiert und thematisch zusammengefasst. Diese Perlen der Historie werden im ganzen Haus verteilt und sollen es mehrere Wochen schmücken. Wer noch Wissens- und Sehenswertes beisteuern kann, wendet sich an das Stadtteilarchiv (Tel. 691 51 21). Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt hofft, dass das Haus im November endlich wieder seine Pforten öffnen kann.

Weitere Infos: Stadtteilarchiv Bramfeld
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