Stadtteilkultur zum Mitmachen

Anzeige
Schatzmeister Karl-Heinz Bode und die Vereinsvorsitzende Katharina Joanowitsch Foto: Netzow

KulturWerk Rahlstedt kooperiert mit Schulen und Vereinen – doch jeder kann dabei sein

Von Kirsten Netzow
Rahlstedt. Kontinuierliche kulturelle Arbeit in Hamburgs einwohnerstärksten Stadtteil, das hat sich das KulturWerk Rahlstedt e.V. auf die Fahnen geschrieben. Dabei geht es dem Verein nicht nur um ein breit gefächertes kulturelles Angebot, das erlebt werden kann. Vielmehr ist den Vereinsmitgliedern die Einbeziehung der Bürger bei den Veranstaltungen ein großes Anliegen.

„Wir möchten die Menschen zum Mitmachen animieren und ihnen vermitteln, dass sie aus eigenem Tun etwas erleben können.“
Karl-Heinz Bode, Schatzmeister
Ob Werksgespräche in der Bücherhalle, Kunst im Schaufenster oder Musik im Einkaufszenter Rahlstedt: Das KulturWerk organisiert eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen und Projekten. „Wir möchten die Menschen zum Mitmachen animieren und Ihnen vermitteln, dass sie aus eigenem Tun etwas erleben können“, beschreibt Schatzmeister Karl-Heinz Bode ein Anliegen des Vereins. Und Beispiele dafür gibt es genug in der Vereinsgeschichte: Im Rahmen eines Familienfestes lud das KulturWerk 2012 die Rahlstedter zum Dichten von Limericks (fünfzeilige Gedichte, in denen sich die erste, zweite und fünfte sowie die dritte und die vierte Zeile reimen) ein. Die Aktion fand eine große Resonanz und es wurde sogar eine kleine Broschüre mit ausgewählten Gedichten veröffentlicht. Bei den so genannten Werksgesprächen in der Rahlstedter Bücherhalle haben Rahlstedter die Möglichkeit, ihre Ideen und Arbeiten vorzustellen. Erst kürzlich diskutierten die Bürger angeregt mit dem SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ekkehard Wysocki über das Thema „Hat Rahlstedt eine Identität“? „Diese Diskussionen und der damit einhergehende Austausch sind uns sehr wichtig“, sagt Katharina Joanowitsch, die 2012 Tobias Gohlis als ersten Vorsitzenden ablöste. Neben der Aktivierung von Bürgern durch kulturelle Angebote bemüht sich der Verein um die Etablierung eines Kulturzentrums in Rahlstedt und setzt auf Kooperationen im Stadtteil, unter anderem mit der Stadtteilschule Alt-Rahlstedt, dem Bürgerverein und dem Rahlstedter Kulturverein.
Teamarbeit ist wichtig
Seit 2009 gibt es das KulturWerk. Zu dem fünfköpfigen Vorstand gehören neben Katharina Joanowitsch und Schatzmeister Karl-Heinz Bode die zweite Vorsitzende Sabine Wenzel sowie Gisela Schatt und Uve Jansen. Für ihre Arbeit können sie einen vom Rahlstedt Center zur Verfügung gestellten Raum nutzen. Zurzeit zählt der gemeinnützige Verein, der sich als überparteilich versteht, 113 Mitglieder. Rund 30 von ihnen sind in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv. „Wir haben eine hohe Anzahl engagierter Mitglieder, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihr Können einsetzen“, lobt Joanowitsch. Kennzeichnend für die Vereinsarbeit seien die „gemeinschaftlichen Entscheidungen“ des Vorstands. „Alles wird im Team besprochen und entschieden“, so die Vorsitzende. Im Hinblick auf die Vielzahl an initiierten und organisierten Veranstaltungen ist sich Joanowitsch sicher: „Wir haben in den drei Jahren unseres Bestehens viele Bürger in Rahlstedt erreicht und nehmen gerne jederzeit auch neue Anregungen auf.“
u www.kulturwerk-rahlstedt.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige