Starkes Engagement für Flüchtlinge bleibt

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Hans Schuy, Dora Heyenn, Krzysztof Lewinski, Astrid Hennies und Gert Haushalter (v.l.) Foto: tel

In Oldenfelde läuft die Betreuung rund

Oldenfelde „Die Betreuung ist gut und die Sorgen, die einige Anwohner vorher hatten, waren offensichtlich unbegründet.“ Mit diesen Worten umreißt die Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Astrid Hennies die Situation der Flüchtlingsunterkunft an der Stargarder Straße (Ecke Berner Heerweg) in Oldenfelde. Dort leben seit Dezember 47 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Afghanistan, Irak, Ägypten, Palästina und Pakistan. Dass die Unterkunft aus den Schlagzeilen verschwunden ist, hat mehrere Ursachen.
Die wichtigste: Es handelt sich um einen kleinen Standort des Landesbetriebes Erziehung und Beratung („LEB“) mit drei Holzfertighäusern und großzügiger Belegung – nur zwei Personen pro Zimmer. Der zweite Grund: Schon im Vorfeld gab es viel Zuspruch und Hilfsangebote – allein 140 Ehrenamtliche meldeten sich, noch bevor die Einrichtung belegt war. Mit dem Bürgerverein Oldenfelde um den Vorsitzenden Hans Schuy, den Bürgerschaftsabgeordneten Dora Heyenn (parteilos) und Astrid Hennies vom Runden Tisch Rahlstedt sowie Einrichtungsleiter Krzysztof Lewinski gibt es starke „Paten“. Und schließlich hat das Engagement der Ehrenamtlichen nicht nachgelassen. „Bei uns kommt keine Langeweile auf. Dafür sorgen die Ehrenamtlichen und ihre Arbeitskreise“, sagt der polnischstämmige Lewinski, der beruflich im kirchlichen Umfeld tätig war und auch ein Projekt in Afrika leitete. Fast alle Bewohner gehen vormittags in Vorbereitungsklassen verschiedener Schulen. Und auch nachmittags ist „Programm“.Ein Arbeitskreis beschäftigt sich mit sprachlicher Nachhilfe, ein anderer mit der Vermittlung von Praktika. Dann gibt es eine Sportgruppe in Kooperation mit dem benachbarten SC Condor, während eine vierte Gruppe Ausflüge mit den Flüchtlingen plant: Rathaus, Miniatur-Wunderland, Hafen und Landungsbrücken sind schon abgehakt. Einmal in der Woche kochen und essen Ehrenamtliche zusammen mit ihren „Schützlingen“ in der Einrichtung. „Viele Helfer sind geradezu begeistert von der Arbeit mit den Flüchtlingen“, weiß Hans Schuy.
Der Kontakt zur Nachbarschaft soll weiter intensiviert werden. Nächste Gelegenheiten besteht am 9. April bei der Aktion „Sauberes Oldenfelde“ und am 7. Mai, dem Tag der offenen Tür. (tel)
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