Start frei!

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Der jährliche Wandselauf des AMTV ist beliebt bei Jung und Alt. Das Foto entstand beim Start der Kinder im vergangenen Jahr.Foto: Bätz
 
Christiane Reiche-Ottilige und ihre Kollegen vom AMTV haben es dieses Jahr nicht leicht bei der Organisation des Wandselaufes. Hier steht sie vor der Baustelle in der Schweriner Straße. Kein Durchkommen für den Wandselauf heißt es hier!Foto: Bätz

Wandselauf findet statt – trotz Bauarbeiten in der Fußgängerzone

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Die gute Nachricht vorweg: Der Wandselauf ist „gerettet“. Die Läufer gehen am Muttertag-Sonntag, 13. Mai, wieder an den Start. Der AMTV hat sich für eine leicht abgewandelte Strecke entschieden, um die Traditionsveranstaltung - trotz der Bauarbeiten in der Schweriner Straße - durchführen zu können.
Der jährliche Wandselauf am Muttertag gehört zu den wichtigsten Ereignissen in Rahlstedt. Allerdings sah es Anfang des Jahres gar nicht gut aus für diesen vom AMTV organisierten Volkslauf, weil die übliche Strecke wegen der Umbauarbeiten in der Schweriner Straße und auf dem Bahnhofsgelände nicht zur Verfügung steht. Das stellte den Verein vor ungeahnte Probleme. Der Vorsitzende des AMTV Heinz Mattelson äußerte sich schon im der Januarausgabe des Vereinsmagazins so: „In der Schweriner Straße wird gebaut und der Bahnhof ist abgerissen, damit die Bahnhofsarkaden entstehen können. Die Streckenführung des Wandselaufs am 13. Mai muss völlig neu geplant werden. Das Bezirksamt hat uns mitgeteilt, dass die bisherige Strecke nicht zur Verfügung steht und ein Ausweichen wenigstens der Langstrecken in das Gebiet Höltigbaum - trotz der Bemühungen der Politik - an Naturschutzgesichtspunkten scheitert.“ Der Vorstand suchte daher das Gespräch mit Politikern und den Verantwortlichen in der Verwaltung beim Bezirk Wandsbek und der Stadt Hamburg.
Allerdings war dies gar nicht so einfach, meint Christine Reiche-Ottiligé, die beim Verein den Wandselauf mitorganisiert, schließlich gehe es bei diesem Wirrwar, ob und in welcher Form der Wandselauf stattfinden kann, auch um Sponsoren und die Finanzierung des Großereignisses. Während AMTV und die Polizei, die bei den Läufen für die Absperrung sorgt, mit der Durchführung der Langstrecken im Gebiet Höltigbaum sympathisieren, lehnte die Umweltbehörde dies mit dem Verweis auf die Brutzeit der Vogelwelt strikt ab.
Der Verein gab nicht auf, hatte prominente Unterstützer. Die Rahlstedter SPD-Politiker, Innensenator Michael Neumann und der Vorsitzende des Innenausschusses, Ekkehard Wysocki, setzten sich bei der Umweltbehörde für die lange Strecke auf dem Höltigbaum ein. Wysocki, der sich seit Januar hier engagiert, erklärte damals: „Die Chancen stehen nicht schlecht, es gibt noch ein weiteres Gespräch mit der Umweltbehörde.“ Man wollte erläutern, dass bei nur ca. 150 Läufern, die auch nicht im Pulk laufen würden, einer Steckenführung über die ehemaligen Panzerstraßen und die normalen Wege, über die insbesondere am Wochenende Hunderte von normalen Besuchern pilgern, von keiner zusätzlichen Belastung für das Naturschutzgebiet ausgegangen werden könne. Die Behördenvertreter konnte das anscheinend nicht überzeugen, denn bis Ende vergangener Woche gab es eine Reaktion von Seiten der Behörde.
Nun hat der AMTV gehandelt. Christiane Riche-Ottilige: „Wir haben und endgültig entschieden, eine etwas abgewandelte Strecke von 14 Kilometern auf unserer alten Runde zu laufen, das heißt, bis zum Pulverteich und eine zusätzliche Runde um den Jahnplatz.“ Unverändert bleibt die Streckenführung für die Kinderläufe. (hbz)
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