Stefan liegt fett in Führung

Anzeige
Ein Herz und eine Seele: Stefan Pries-Schloh mit Tochter Pauline. Sie ist sein größter Ansporn Foto: Grewe
 
143 Kilo wog der Rahlstedter zum Show-Start. Im April 2015 endet sie Foto: SAT.1/Martin Rottenkolber

Rahlstedter bei SAT.1-Show „Biggest Loser“. Tochter spornt ihn zum Abnehmen an

Von Elke Grewe
Rahlstedt
Unter dem modischen T-Shirt lässt sich sein schlanker muskulöser Oberkörper mühelos erahnen. Nicht erahnen kann man aber, dass der 44-jährige Stefan Pries-Schloh noch vor sechs Monaten unglaubliche 143 Kilo auf die Waage brachte. Die sind inzwischen auf 113 Kilo „geschrumpft“.
Zu verdanken hat der Rahlstedter diesen Abnehm-Rekord seiner Tochter, der Fernseh-Show „The Biggest Loser“ und nicht zuletzt seinem persönlichen Ehrgeiz: „Wenn ich etwas erreichen will, schaffe ich das auch.“ Stefans Traumgwicht sind 80 Kilo, das sind noch zehn Kilo weniger als er früher mal wog.
Schwere Zeiten liegen hinter Stefan. Als vor sechs Jahren seine Ehe zerbrach, hatte ihm das mächtig zugesetzt. Trost fand er beim Essen. Der 44-jährige selbstständige Fisch-Caterer futterte hemmungslos drauf los.
Morgens dick belegte Brötchen, mittags regelmäßig eine XXL-Pizza, zwischendurch jede Menge Süßigkeiten und abends gern ein paar Burger. Schließlich brachte er 2014 das Kampfgewicht von 143 Kilo auf die Waage. Tochter Pauline (13) war seine Rettung: „Du musst abnehmen“, sagte die Gymnasiastin energisch.
Private Diäten nützten bei dem 44-Jährigen nichts. Der letzte Ausweg schien ihm die Abnehm-Show „The Biggest Loser“ von SAT.1. Insgesamt 9000 Diätwillige bewarben sich für die 7. Staffel. Stefan wurde genommen. Am 4. Februar letzten Jahres wurde regelmäßig jeden Mittwoch um 20.15 Uhr bei SAT.1 eine Folge ausgestrahlt.
Zu Beginn schenkte Stefan seiner Tochter ein Foto von sich mit dem Versprechen auf der Rückseite: „So wirst du deinen Papa nie wieder sehen!“ Zunächst wurden in der Show die 16 Kandidaten vorgestellt. Ab 27. September wurde dann acht Wochen lang aus dem andalusischen Abspeck-Camp live gesendet. Im April ist das Finale.
Die übergewichtigen Frauen und Männer sollten dank Fitness-Coach Detlef Soost und Kickbox-Weltmeister Ramin Abtin abspecken. Das Männer-Team brachte zum Start 1297,2 Kilo auf die Waage, die Frauen 1010,9 Kilo. Stefan ging aus dem Camp eindeutig als Sieger hervor: „Wöchentlich habe ich neun Kilo abgenommen“, sagt er. Seine 13-jährigen Tochter Pauline, die heute super stolz auf ihren Vater ist, strahlt dabei. Sein Erfolgsrezept: „Man muss etwas nur wollen!“ Der ehrgeizige Rahlstedter verordnete sich eine „Schmalspur-Diät“: Morgens eine Drittel Scheibe Schwarzbrot, mittags Suppe und abends Salat. Er machte auch im Camp regelmäßig Sport, brach sein Fitnessprogramm trotz Knieproblemen nicht ab.
„Der schwerste Kampf begann dann aber, als ich am 27. November nach Hause kam“, bekennt Stefan ehrlich. Er bekam immer wieder Heißhungerattacken auf Schokolade. Sein Tipp: „Dann immer die Zähne putzen, das lenkt ab.“ Der Rahlstedter hat für sich zu Hause ein ausgeklügeltes Diät-Rezept entwickelt: „Man muss beim Essen immer neue Reize setzen. Mal eine Woche nur Kohlenhydrate essen, dann eine Woche Milchprodukte, eine andere Woche Obst. Das hat sich bewährt.“ Außerdem geht er regelmäßig täglich vier Stunden ins Fitnessstudio und hat in seiner gemütlichen Drei-Zimmer-Wohnung auch Hanteln und einen Hometrainer. „Nur auf dem Sofa sitzen und Fernsehen gucken, ist für mich tabu! Beim Abnehmen machen 60 Prozent die Ernährung aus, 40 Prozent regelmäßiger Sport.“
Als Fisch-Caterer beschäftigt Stefan Pries-Schloh sich viel mit Ernährungsfragen. Er kocht inzwischen auch wieder selber. Am kommenden Mittwoch, 11. März um 20.15 Uhr, ist Halbzeit bei der 7. Staffel von „The Biggest Loser“.
Stefan hofft, den Abnehmrekord unter den Teilnehmern zu stellen. Wenn er dann im Finale am 22. April als Sieger hervorgeht, spendiert SAT.1 ihm 50.000 Euro als Belohnung. „Dann fliege ich mit Pauline nach New York“, verspricht der Vater.
Ein bisschen muss der Single bis dahin noch Schmalkost essen und tüchtig Sport treiben. Aber schon jetzt ist der 44-Jährige in neuen modischen Klamotten viel selbstbewusster geworden: „Auch das Flirten macht mir wieder Spaß.“ Und wenn er in der Öffentlichkeit als TV-Star erkannt wird, weiß er: Die Mühe hat sich gelohnt!
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige