Stellenabbau und Flächenverkauf

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Obwohl Jens Mohr, der neue Geschäftsführer des BfW in Farmsen eine schwierige Sanierung des Farmsener Berufsförderungswerkes vor sich hat, bleibt er optimistisch.

Berufsförderungwerk steckt in der Krise und sucht Neuausrichtung

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Das Berufsförderungswerk Hamburg (BfW) an derAugust-Krogmann-Straße steckt in der Krise. Stellen sollen abgebaut werden, ein Teil der Gebäude und der Fläche verkauft werden.
Zur Zeit verhandeln Geschäftsführung und Betriebsrat über einen Sozialplan für die Beschäftigten. Der soll dafür sorgen, dass Interessen der Arbeitnehmer gewahrt werden und dass ein verkleinertes BfW als Reha-Träger nach einer Restrukturierung erfolgreich überleben kann. Für die gegenwärtige Krise des BfW, einer gemeinnützigen GmbH, alleiniger Gesellschafter ist die Stadt, gibt es verschiedene Gründe. Eine Ursache sind die bundesgesetzlich verordneten Sparmaßnahmen bei den der Leistungsträgern einer beruflichen Rehabilitation. Denn die beiden wichtigsten Institutionen für das BfW, die Deutsche Rentenversicherung und Bundesanstalt für Arbeit schicken in den letzten Jahren weniger Menschen zu einer beruflichen Umschulung und Rehabilitation. Dies auch deshalb, weil sie sich von stärker Wohnort nahen und Betriebs nahen Angeboten weniger Kosten versprechen.
Bereits Ende Juli 2012 war das BfW mit über 25 Millionen Euro verschuldet. Der Senat stellte damals zur Abwendung der Insolvenz ein Darlehen in Höhe von 4,55 Millionen Euro zur Verfügung. Im Juni wurde Jens Mohr als neuer Geschäftsführer berufen. Dieser erklärte: „Wir müssen unser Angebot der gesunkenen Nachfrage anpassen. Die Neuausrichtung muss sitzen.“ Gegenüber dem WochenBlatt bestätigte er den angestrebten Abbau von Arbeitsplätzen. Mohr: „Das Berufsförderungswerk Hamburg GmbH hat zurzeit 352 Mitarbeiter. Bis 2015 soll die Belegschaft auf die Hälfte reduziert werden. Circa 30 Mitarbeiter werden uns bis 2015 aufgrund eines auslaufenden befristeten Arbeitsverhältnisses oder durch den Renteneintritt verlassen, so dass noch rund 145 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen sein werden.“ Mohr bestätigte auch die Gerüchte um den Verkauf von Flächen des BfW: „Es gibt erste Gespräche mit möglichen Interessenten.“ Im September war das BfW Thema in der Bezirksversammlung Wandsbek. Die LINKE stellte den Antrag auf Erhalt in der heutigen Gestalt. Die übrigen Fraktionen lehnten den Antrag in der vorliegenden Form ab. Er war ihnen in einigen Punkten „zu undifferenziert“, so Anja Quast, die SPD-Fraktionsvorsitzende. Übereinstimmend sprachen sich die Fraktionen aber für den Erhalt des Standorts aus. Der Senat sieht das neue Konzept, das sich allein auf Umschüler und eine Verschlankung des Angebots von 25 auf 20 Berufe konzentriert, positiv. Jens Mohr: „Ich glaube, dass wir nach der Restrukturierung eine erfolgreiche und stabile Zukunft vor sich haben werden!“ (hfr)
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