Stephan, der Fantastische

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Der neue König Stephan Grundmann (M.) mit seinen Rittern Ronald Koslowski (l.) und Erich Schmitz (r.) im GefolgeFotos: Hoyer
 
Der neuen WSG-Königin Susanne Struß (Mitte) stehen Franziska Koepke (l.) und Petra Bruhn (r.) als Ritterinnen zur Seite

27-Jähriger Rahlstedter ist neuer König der Wandsbeker Schützengilde

Von Thomas Hoyer
Wandsbek. Die Wandsbeker Schützengilde von 1637 hat einen neuen König. Zum zweiten Mal nach 2007 wurde Stephan Grundmann unter tosendem Beifall zum neuem Regenten ausgerufen. Als erster beziehungsweise zweiter Ritter stehen dem 27-jährigen Herrscher Ronald Koslowski und Erich Schmitz zur Seite.
Stephan Grundmann setzte sich gegen 31 Mitbewerber durch, die mit dem Kleinkalibergewehr insgesamt 81 Schuss auf eine handgemalte Scheibe aus einer Distanz von 50 Metern abgaben (Motiv „Mufflon“). Zwar stand der Sieger nach einem spannenden, vierstündigen Wettkampf fest, doch blieb sein Name noch fast einen Tag bis zum Königsball ein wohl gehütetes Geheimnis. Als es endlich soweit war, und Petra Bruhn, die erste Vorsitzende der WSG, den Rahlstedter Immobilienkaufmann zum neuen Herrscher von Wandsbek ausrief, brach unbeschreiblicher Jubel aus. „Ich bin sehr glücklich“, so Stephan Grundmann, der den Beinamen „Der Fantastische“ erhielt. „Neun von mir abgegebene Schüsse mussten einfach reichen, um König zu werden.“
Direkt nach der Proklamation wurden dem neuen Regenten die 13 Kilo schwere Traditions-kette und der von der Hamburger Volksbank gespendete Königsorden umgehängt. Darüber hinaus durfte WSG-Jugendleiter Stephan Grundmann eine Kristallvase entgegen nehmen, seit Jahren gestiftet von seinem Gildebruder Karl-Heinz Steckel, der selbst schon dreimal König war. Auch die Damen schossen ihre Königin aus. Nach einem ebenso spannenden Wettbewerb setzte sich Susanne Struß (Beiname „Die Ordentliche“) durch. Als Ritterinnen stehen ihr Franziska Köpke und Petra Bruhn zur Seite. Neue Majestät bei den Jugendlichen ist die 16-jährige Daniela Golgert mit Steffen Groth und Christopher Rasch als Ritter im Gefolge. Die Ehrenscheibe der Könige, die nur von den ehemaligen Regenten der Gilde ins Visier genommen werden darf, wurde diesmal von Uli Küllmer errungen.
Auch in diesem Jahr bezog die Gilde wieder Gäste in ihr Schützenfest ein. Zum Bürgerschießen mit Luftgewehr und Bogen konnte man 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. Neuer Bürgerkönig wurde Olaf Böde, während Julia Schneider den Bogen-Pokal gewann. Bei den Jugendlichen dominierte Tim Felix Techen, der gleich beide Wettbewerbe für sich entscheiden konnte. Die Sieger sowie Zweit- und Drittplatzierten wurden nicht nur mit Orden und Pokalen bedacht, sondern auch mit einer kostenlosen Mitgliedschaft bis Jahresende.
Nach der Proklamation und dem traditionellen Schützenhoch baten Stephan Grundmann und Susanne Struß mit einem Walzer zum Tanz, dem Auftakt einer Feier, die bis tief in die Nacht dauerte. Durchhaltevermögen war gefragt, denn bereits am nächsten Morgen begrüßte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff die Majestäten mit ihrem Gefolge im Wandsbeker Rathaus.
Ein Empfang mit großer Tradition, der bereits zum 63. Mal stattfand. Nach herzhaften Imbiss und einen kleinen Umtrunk bedankten sich Stephan Grundmann und Petra Bruhn im Namen der WSG für die im Rathaus erwiesene Gastfreundschaft. Mit einem anschließenden ausgedehnten Königsfrühstück im Gildehaus klangen die Feierlichkeiten des diesjährigen Schützenfestes langsam aus.
Das nächste große Ergebnis für die Mitglieder der WSG folgt bereits in zweieinhalb Wochen. Am 30. Juni fährt eine 60-köpfige Gruppe der Gilde in Begleitung eines Hamburger Spielmannzugs zum größten Schützenfest der Welt nach Hannover. Dort wird die Wandsbeker Abordnung beim zwölf Kilometer langen Schützenaufmarsch vertreten sein, zu dem nicht weniger als 10.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet
werden.

Wer Interesse am Schießsport hat, sei es mit dem Luftgewehr, der Pistole oder dem Bogen, ist bei der WSG an der richtigen Adresse. Informationen gibt es im Schießsportzentrum der Gilde in der Hammer Straße 58 (zwischen den Bahnschranken), immer Mo., Mi. und Fr. ab 18 Uhr, oder telefonisch unter Tel.: 68 63 63, während der Trainingszeiten
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