Stolperfalle Gehweg: Schilder weg, Schäden da

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Von Ausbesserungen der Schäden an den Gehwegen ist nichts zu sehen, findet Hermine Hecker Foto: tel
Hamburg: Pillauer Straße |

Anwohner beklagen schlechten Zustand der Bürgerseige in Nebenstraßen

Von Michael Hertel
Farmsen/Steilshoop
Nanu! Scheinbar über Nacht sind die 16 „Stolpergefahr“-Warnschilder, die das Bezirksamt Wandsbek im vergangenen Jahr an den Gehwegen der Pillauer Straße aufgestellt hatte, entfernt worden. „Die Gefahrenstellen, die zu der Beschilderung führten, wurden beseitigt“, erklärt das Bezirksamt. Ebenfalls entfernt wurden die Warnhinweise im Sulkyweg (Farmsen). Ist das der Beginn der letztes Jahr angekündigten Sanierungsoffensive mit einem Nebenflächen-Programm?

Bezirksamt spricht von 160 Warnschildern

Zweifel sind erlaubt, denn bei einer (nicht repräsentativen) Befragung von Anwohnern und Passanten fand sich niemand, der Arbeiten an der mehr als einen Kilometer langen Pillauer Straße beobachtet haben will. Immerhin ist ein großes Reparaturprogramm für rund vier Kilometer Gehwege und Nebenflächen am Fritz-Flinte-Ring und Edwin-Scharff-Ring in Steilshoop angelaufen. Das Bezirksamt teilt mit, dass derzeit noch „etwa 160 Schilder“ im Bezirk aufgestellt sind. Dabei waren zumindest im Bereich Pillauer Straße keine Warnschilder in Nebenstraßen installiert worden. Und dort haben sich nach Ansicht von Anwohnerin Hermine Hecker (81) die Zustände um keinen Deut gebessert: „Man braucht nur um die Ecke in die Stephanstraße zu gehen – da sind die Gehwege weiterhin unzumutbar. Ich habe gelesen, dass der Senat 33 Millionen Euro für neue Radwege ausgeben will. Er sollte mal etwas davon für die Gehwege abzweigen.“

Instandsetzungen unklar

Nach Informationen des Bezirksamtes wird derzeit in insgesamt 35 Straßen des Bezirks vor Stolpergefahren gewarnt. Die meisten liegen in den Ortsteilen Eilbek (7), Duvenstedt (5) und Wandsbek Kerngebiet (5). Zeitangaben zu Instandsetzungen können laut Bezirksamt nicht gemacht werden.
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