Straßennamen für Farmsen gesucht

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Hier entstehen bald mehr als 300 Wohnungen Foto: tel

Leser können Vorschläge einreichen

Von Michael Hertel
Farmsen
Wochenblatt-Leser sollen Vorschläge für eine neue Straße in Farmsen machen. Darum bittet der Vorsitzende des Regionalausschusses Steilshoop-Bramfeld-Farmsen-Berne, Dennis Paustian Döscher (Grüne). Die Zufahrtsstraße entsteht in Zusammenhang mit der Wohnbebauung eines Geländeteils, das früher zum Berufsförderungswerk an der August-Krogmann-Straße gehörte. Nach Informationen des Bezirksamtes Wandsbek gibt es für das Gelände derzeit Bauanträge über 361 Wohneinheiten, darunter 303 Wohnungen der Fewa Grundstücksgesellschaft mbH (Hamburg) sowie 58 Einheiten im Namen der „mgf Mietergenossenschaft Gartenstadt Farmsen eG“. Der Baubeginn steht noch nicht fest und hängt vor allem mit der Wohnsituation der Flüchtlinge an der August-Krogmann-Straße zusammen. Mit dem Hochbau einher geht das Anlegen einer rund 400 Meter langen Zufahrtsstraße, die zunächst natürlich namenlos wäre. Jetzt sollen die Bürger bei der Namensgebung mitentscheiden, meint Paustian-Döscher. Allerdings gilt es, einige von der Bezirksversammlung Wandsbek beschlossene Vorgaben zu berücksichtigen – der Ausschussvorsitzende: „Vor allem Frauen sollen bei der Namensgebung berücksichtigt werden. Auch Deserteure aus Hitlers „Wehrmacht“ gehören zu den bevorzugten Namenspatronen.“ Um gar beide Vorgaben miteinander verbinden zu können schlug die Bezirksabgeordnete Anke Ehlers (Die Linke) vor, eine Frau zu ehren, die während der Nazizeit Deserteure vor Verfolgung versteckt hat. Für die Namensgebung öffentlicher Straßen gilt es jedoch einige grundsätzliche Vorgaben nach den „Bestimmungen über den Benennung von Verkehrsflächen“ zu berücksichtigen. Danach sollen die Namen möglichst kurz, einprägsam und wohlklingend sein und zur „Pflege des Heimatgefühls und des staatsbürgerlichen Bewusstseins“ beitragen. Bei den Vorschlägen sollten daher Ereignisse und Persönlichkeiten der Orts- und Stadtgeschichte zum Zuge kommen. Personen können generell erst zwei Jahre nach ihrem Tod vorgeschlagen werden. Nach § 20 des Hamburgischen Wegegesetzes benennt der Senat Verkehrsflächen. Bezirksversammlungen und Regionalausschüsse wirken durch ihre Vorschläge an der Benennung mit.

Info:
Leser können Namensvorschläge an die Wochenblatt-Redaktion senden unter: leserreporter@hamburger-wochenblatt.de. Sie werden gesammelt und an den zuständigen Regionalausschuss weitergeleitet. Einsendeschluss: 3. Juni
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