Stromausfall in Bramfeld - bald ein Dauerzustand?

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Nur Kerzen erleuchten am Dienstagabend nach einem Stromausfall die Wohnzimmer in Bramfeld

Zum zweiten Mal fiel in diesem Monat im Stadtteil die Versorgung aus. Was Stromnetz Hamburg sagt

Zum zweiten Mal innerhalb von zweieinhalb Wochen hat es in Bramfeld einen Stromausfall gegeben. Müssen die Bramfelder jetzt öfter damit rechnen, dass plötzlich alles dunkel wird, der Fernseher ausgerechnet ausfällt, wenn gerade Champions-League-Spiele übertragen werden?

"Zack - und plötzlich war alles finster": So erlebten Anwohner in der Straße Am Stühm-Süd den Stromausfall am Dienstag Abend zuhause. Um 20.38 Uhr ging nichts mehr. Die Nachbarhäuser, die Straßenbeleuchtung - überall sah man, dass man nichts mehr sah. Ein Anruf per Handy bei Stromnetz Hamburg zeigte das Problem: Erst war die Leitung dauerbesetzt, als ein Durchkommen war, teilte die Bandansage bereits mit: "Stromausfall in Bramfeld. Voraussichtlich bis 22.30 Uhr ist die Versorgung wieder hergestellt."

Es ging zumindest in einigen Haushalten schneller. Bereits ab 21.17 Uhr war wieder vielerorts Licht, bei manchen Häusern dauerte es jedoch länger. "Wir hatten bis zu 30 Kerzen im Einsatz, erst nach Stunden war wieder Strom da", so ein Bramfelder.

Bereits am 8. September um die Mittagszeit hatte es einen großflächigen Stromausfall in Bramfeld gegeben. Mehr als eine Stunde fielen Computer und andere Gerät schlagartig aus.

Die Nachfrage bei Stromnetz Hamburg ergab am Mittwoch folgendes Bild: Beide Stromausfälle waren an derselben Stelle eines 10000-Volt-Erdkabels entstanden. Beim ersten Mal war es aber nicht möglich, den Fehler genau zu lokalisieren. Nun sei der Fehler "im System stehengeblieben", man könne nach genauer Einmessung die Stelle aufgraben und den Fehler beheben. Die genaue Ursache muss noch geklärt werden.

Solche Beschädigungen an Kabeln könnten beispielsweise bei Baggerarbeiten entstehen, durch Feuchtigkeit oder den Druck auf Steine in der Umgebung wird das Kabel dann final beschädigt. Ist der Schaden möglicherweise bei Probebohrungen für die neue U-Bahnlinie entstanden? Das ist völlig offen, so ein Stromnetz-Mitarbeiter zu einer Anwohnerin, "es kann alles Mögliche sein". (sta)
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1 Kommentar
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XXX XXX aus Bramfeld | 25.10.2016 | 11:46  
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