Studie zur Partizipation von Migranten veröffentlicht

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Hamburg. Hamburger Migrantinnen und Migranten engagieren sich aktiv in Migrantenorganisationen für Integration und in ihren Quartieren bei Stadtteilfesten und kulturellen Aktivitäten.
Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Stadtforschung und Strukturpolitik Berlin, die im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) durchgeführt wurde. Ziel der Studie war es, Formen und Möglichkeiten der Beteiligung von Migrantinnen und Migranten zu untersuchen sowie fördernde und hemmende Faktoren für ihr Engagement herauszuarbeiten.
Ein beachtlicher Anteil von Migranten engagiert sich dabei als ehrenamtliche Schöffen. Sechs Prozent der Hamburger Schöffen haben der Studie zufolge einen Migrationshintergrund. Positiv bewertet wird von den Migranten der „Hamburger Integrationsbeirat“. Das interkulturelle Gremium berät den Hamburger Senat bei integrationspolitischen Entscheidungen. Auch die Arbeit der Referenten für Integration im Sozialraummanagement wird in der Studie lobend hervorgehoben.
Die Studie hat darüber hinaus ergeben, dass es in den Gebieten der Integrierten Stadtteilentwicklung sehr gut gelingt, Bewohner mit Migrationshintergrund an Veranstaltungen wie Stadtteilfeste und soziale Projekte zu beteiligen. Ihre dauerhafte Einbeziehung in die Quartiers- und Stadtteilgremien war allerdings bisher wenig erfolgreich. Eine zielgruppenspezifische Ansprache, die ethnische und kulturelle Besonderheiten sowie den Bildungsstand und die soziale Lage berücksichtigt, wird daher empfohlen.
In Hamburg leben rund eine halbe Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Hamburger Behörden BSU und BASFI werden die Ergebnisse der Studie in die Neuausrichtung des Handlungskonzepts Integration einfließen lassen, um die Partizipation von Migranten in Hamburg weiter zu fördern. (pi)
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