Stufen adé – der Fahrstuhl ist da

Anzeige
Dirk Kienscherf (SPD, v.l.), Manuela Herbort (Konzernbevollmächtigte Deutsche Bahn) und Andreas Rieckhof (Staatsrat, Verkehrsbehörde) feiern die Eröffnung des neuen Fahrstuhls an der S-Bahnhaltestelle Hasselbrook Foto: Röhe

Nach 21 Jahren Diskussion: Aufzug an S-Bahnstation Hasselbrook in Betrieb

Von Matthias Röhe
Hamm-Nord
„Es ist ein Gewinn sowohl für Rollstuhlfahrer als auch Mütter mit Kinderwagen oder Fahrgästen mit schweren Koffern – mir fällt ein Stein vom Herzen, dass nach über 20 Jahren Diskussion endlich der Fahrstuhl da ist“, sagt Dirk Kienscherf, Lokalpolitiker und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Baubeginn sollte eigentlich Ende 2013 sein, dann wurde der Baubeginn auf Herbst 2014 verschoben. Erste Schritte wurden zwar eingeleitet, aber selbst dieser Termin konnte nicht eingehalten werden, so dass die Bauarbeiten erst 2015 begannen. Grund: Die Deutsche Bahn, zuständig für die S-Bahnstationen, hatte offensichtlich die Rechnung ohne das Eisenbahn-Bundesamt gemacht. Denn von dort gab es noch kein grünes Licht, weil ein „Plangenehmigungsverfahren“ noch andauere.
Es ginge um die Freigabe von Baumfällungen, die für eine Überführung (Brückenkonstruktion) notwendig waren. „Es hat sich alles verzögert wegen der Genehmigung zu den Baumfällungen“, erklärt Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Deutschen Bahn. „44 der 56 Stationen im Hamburger S-Bahn-Netz sind damit seit heute barrierefrei. Für Fahrgäste enorm wichtig. Sie erleichtert
mobilitätseingeschränkten Personen und Fahrgästen mit Gepäck oder Fahrrädern deutlich den Zugang zu Bussen und Bahnen“, sagte Staatsrat Andreas Rieckhof. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro, die sich aus Mitteln des Programms zur Steigerung der Haltestellenattraktivität, an dem der Bund, die Hansestadt Hamburg und die Deutsche Bahn beteiligt sind, zusammensetzen. Auf den Fahrstuhl haben die Anwohner in Hamm und Eilbek jahrelang gewartet.
Die Maßnahme selbst und die Genehmigungen waren zwar schwieriger als erwartet, aber für den Stadtteil ist nun eine wichtige Aufwertung erfolgt.
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
17
J. Stender aus Wandsbek | 16.03.2016 | 17:21  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige