Suche nach Flächen im Bezirk Wandsbek

Anzeige
Überall im Bezirk Wandsbek wird nachverdichtet, so wie hier in der Berner Straße in Rahlstedt  Foto: rg

Wohnungsbaukonferenz diskutiert Strategien zum Thema Wohnungsbau und Nachverdichtung

Rainer Glitz
Wandsbek
„Im Jahr 1960 lebten in Hamburg 1,8 Millionen Menschen. Damals hat man dichter zusammen gewohnt als heute“, begrüßte Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (SPD) Bürger, Politiker und Vertreter der Wohnungswirtschaft im gut gefüllten Bürgersaal. Die Stadt sei attraktiv und wachse weiter. Allein in Wandsbek werden jährlich 1.800 Baugenehmigungen für neuen, auch bezahlbaren Wohnraum erteilt. „Die Frage ist: Wo sollen wir bauen“, so Ritzenhoff. Genau darum ging es bei den folgenden Expertenbeiträgen und einer Abschlussdiskussion. „In jedem Jahr legen wir ein Wohnungsbauprogramm auf und listen Potenzialflächen auf“, erklärte Sven Menke, Leiter des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirksamt Wandsbek.

Jenfelder Au

Eine Strategie sei die Konversion, also eine andere, neue Nutzung von Flächen. Eines der bekanntesten Beispiele ist die Jenfelder Au auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände.
Nachverdichtung im Bestand findet derzeit im Brauhausviertel in Wandsbek statt. Aber auch am Ring 2 wird laut Menke nachverdichtet, etwa an der Kattunbleiche. Ein weiterer Ansatz: Alte Einkaufszentren neu zu bauen und um Wohnungen zu ergänzen.
Das ist etwa im Spitzbergenweg in Meiendorf oder am Hegeneck in Rahlstedt-Ost in Planung. Oft hilft den Planern auch ein Flächentausch, wie Am Neumarkt. Dort wird ein Sportplatz bebaut, der dafür an die Bahnstrecke verlegt wird. Es könne aber auch sinnvoll sein, bestehende Siedlungen zu erweitern. Und schließlich will der Bezirk künftig auch Altlastenflächen überprüfen. Sanierungskosten müssten gegen den Nutzen abgewogen werden, so Sven Menke: „Wir dürfen beim strategischen Vorgehen keine Scheuklappen haben.“ Der Soziologe Jens Dangschat plädierte für Bauen im Bestand: „Wir brauchen Nachverdichtung – aber richtig!“ Man brauche eine andere Architektur und müsse auch über mehr Geschosse nachdenken.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige