Supermarkt am Spitzbergenweg macht dicht

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Der Edeka-Markt soll offenbar während des Neubaus des EKZ am Spitzbergenweg geschlossen bleiben Foto: rg

Mitarbeiter gekündigt, Versorgung eingeschränkt: Stadtteilkonferenz ist alarmiert

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Es waren keine guten Nachrichten, die Claudia Folkers, Vorsitzende der Stadtteilkonferenz, aus dem Regionalausschuss Rahlstedt mitbrachte. Demnach wird der Edeka-Markt, der dem künftigen Neubau des Wohn- und Geschäftskomplexes am Spitzbergenweg weichen muss, während der gesamten Bauphase geschlossen. Eine provisorische Unterbringung ist nicht geplant, den Mitarbeitern soll gekündigt werden. „Das darf nicht geschehen!“, so die CDU-Politikerin Folkers bei der Sitzung des Stadtteilgremiums. Für die Lebensmittelversorgung vor Ort bliebe dann nur der Penny-Markt, der bestehen bleiben soll. Es gehe hier um Existenzen, die Edeka-Mitarbeiter kämen alle aus dem Stadtteil und seien meist bereits älter, wurde angemerkt. Es gebe dort den einzigen Schlachter in Meiendorf. Besonders für Senioren würde die Möglichkeit wegfallen, Lebensmittel in kleinen Mengen zu kaufen. Ihnen würden auch der Kontakt und die Gespräche im Laden fehlen. Als „Ort der Begegnung“ wurde ein Markt vorgeschlagen. Andere plädierten für eine Unterschriftenaktion, vor allem für die Mitarbeiter von Edeka. Viel ändern könne die Stadtteilkonferenz an der Entscheidung des Franchise-Unternehmens allerdings wohl nicht, merkten Einige an. Nun soll der Kontakt zur Inhaberin gesucht werden, aber auch zu den verbliebenen übrigen Gewerbetreibenden des Einkaufszentrums Spitzbergenweg. Für sie ist eine provisorische Unterbringung in Containern während der Bauphase geplant. Das gilt auch für die Apotheke. Viele in der Stadtteilkonferenz Meiendorf befürchten allerdings, dass die Geschäftsleute die Interimslösung kaum überstehen werden. Denn offenbar sollen die Mieten im künftigen Wohn- und Geschäftskomplex relativ hoch sein. Damit bestehe die Gefahr des „völligen Plattmachens“, so Claudia Folkers. Das neue Zentrum werde später gewiss attraktiv, alles Alte werde aber wohl wegfallen. Unklar ist, wann die Abrissarbeiten beginnen: womöglich bereits Ende dieses Jahres.
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