Tag der offenen Tür bei Asklepios in Wandsbek

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Der fünfjährige Ibrahini Suuri Noah Camara (3.v.r.) mit seiner Familie. Links: Der leitende Notarzt Torsten Wilde Foto: jen

Geretteter Junge war Ehrengast. Jubiläum erinnert auch an das erste Notfall-Einsatzfahrzeug vor 40 Jahren

Von Martin Jenssen
Wandsbek
Ein Notfall im Jahre 1976 ist nicht mehr mit einem Notfall im Jahre 2016 vergleichbar. Die Technik hat sich, zum Glück für verunglückte Personen, revolutioniert. Das wurde bei einem „Tag der offenen Tür“ und einem „Feuerwehrfest“, das am Sonnabend vor der Asklepios Klinik Wandsbek gefeiert wurde, deutlich. Grund zum Feiern war auch ein Jubiläum. Vor 40 Jahren bekam das AK Wandsbek das erste Notfall-Einsatzfahrzeug (NEF).

Vorreiter in der Notfallpraxis


In seiner Begrüßungsansprache erinnerte der ärztliche Direktor Dr. Dietmar Wietholt daran, dass das AK Wandsbek damit einer der Notfall-„Vorreiter“ in Hamburg war. Wandsbek war nach Altona und St. Georg der dritte Standort für einen Notfall-Wagen. Davor war die mobile Notfallversorgung eher „steinzeitlich“. In den Autos gab es keine medizinische Technik. Die Patienten wurden in die Krankenhäuser gekarrt – erst dort wurden sie von Krankenschwestern, Pflegern und Ärzten versorgt. Wie wichtig eine direkte Notfallversorgung nach einem Unfall sein kann, wurde an der Geschichte des fünfjährigen Ibrahini Suuri Noah Camara deutlich, dem kleinen Ehrengast an diesem Tag. Der Junge hatte am 26. Juli das Schwimmbad Archenholzstraße in Billstedt besucht und ist dort ertrunken. Der Bademeister des Schwimmbads holte ihn aus dem Wasser und begann sofort mit einer Herz-Lungen-Massage und rettete ihm so das Leben. Die weiteren Maßnahmen wurden dann von dem Personal der Notarzt-Fahrzeuge geleistet.

Erste Hilfe war lebensrettend


Torsten Wilde, leitender Notarzt, der den Jungen und seine Familie zu dem Fest eingeladen hatte, berichtete: „Unsere Hilfe wäre zu spät gekommen, wenn der Bademeister nicht sofort kompetent mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen hätte.“ Der Notarzt weiter: „Unser NEF kam zusammen mit einem Rettungswagen aus Billstedt an den Einsatzort. Als wir eintrafen, schlug das Herz des Jungen bereits wieder schwach, aber infolge des Ertrinkens hatte er noch ein völliges Lungenversagen und drohte zu ersticken. Wir haben ihn notfallmäßig intubieren und beatmen müssen. Wir alle im Team freuen uns sehr, dass er nach einer Woche im Krankenhaus völlig gesund entlassen werden konnte.“ Welche Sofortmaßnahmen nach einem Unfall getroffen werden sollten, wurden anschließend von Notfall-Ärzten und Sanitätern demonstriert.
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