Technik schont Nerven

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An der Hammer Straße ist eine riesige Baustelle entstanden Foto: je

Hammer Straße: Baustelle bis 2018 – Rammarbeiten entfallen

Von Martin Jenssen
Wandsbek/Marienthal
Die Arbeiten für den Trogbau unter der Hammer Straße sind in vollem Gange. In gut zweieinhalb Jahren soll der Verkehr durch einen tiefen Trog fließen. Dann werden die Autos nicht mehr durch den Bahnverkehr der ICE-Strecke Hamburg – Lübeck und der Güterbahnstrecke Hamburg-Horn – Hamburg Wandsbek aufgehalten und auch Anwohner weniger gestört. Es ist eine riesige Baulandschaft, die rund um die Hammer Straße entstanden ist. Der Verkehr, oft auf langer Strecke aufgestaut vor den Bahnschranken, fließt, so gut wie möglich, auf zwei engen Fahrspuren an der gigantischen Baustelle an der Hammer Straße vorbei. Diese Spuren sollen später zu einer schmalen Anwohnerstraße umgestaltet werden. „Die Arbeiten befinden sich im vertraglichen Terminplan. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2018 geplant,“ sagt Richard Lemloh, Sprecher der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Hansestadt Hamburg. Vorgesehen ist, dass der Autoverkehr im August 2018 durch den Trog fließen kann. Nach Auskunft des Sprechers der Hamburger Verkehrsbehörde werden zur Zeit die technischen Vorbereitungen für den Einbau der Gleishilfsbrücken im Gleis 1120 durchgeführt. Der Einbau soll schon im Juni 2016 erfolgen.

Besondere Technik


Südlich der Güterbahnstrecke Horn-Wandsbek laufen die Arbeiten zur Herstellung der Einphasendichtwand, in der die Spundwand entsteht. Eine Technik, durch die Rammarbeiten entfallen, die normalerweise für den Einbau von Spundwänden erforderlich sind. Dadurch kann auf der Baustelle sehr viel leiser gearbeitet werden. Die Nerven der umliegenden Anwohner werden durch diese Technik geschont. Lemloh: „So bekommen wir eine wasserdichte Baugrube und können die Bodenabfuhr für den Trog durchführen.“ Im Sommer 2013 war mit den ersten vorbereitenden Arbeiten für das Trogbauwerk begonnen worden. Nach Auskunft der Behörde betragen die Gesamtkosten für den Straßentrog rund 35 Millionen Euro (brutto).
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