Tempo 30 auf Jenfelder Straße

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Der Bahnübergang an der Jenfelder Straße wird für den Auto-Verkehr geschlossenFoto: rg

Verkehrsausschuss entscheidet gegen Stadtteilkonferenz

Von Rainer Glitz
Wandsbek. Die Verkehrsberuhigung der Jenfelder Straße zwischen Jenfelder Allee und Kühnstraße kommt: Die Mitglieder des Verkehrsausschusses beschlossen ijetzt Tempo 30 auf der Jenfelder Straße. Die Stadtteilkonferenz Jenfeld hatte sich mit knapper Mehrheit gegen Tempo 30 entschieden. Die Argumentation der Gegner: Es handle sich um eine gut ausgebaute Straße und eine wichtige Querverbindung, die Verkehrsberuhigung werde zu einer Mehrbelastung anderer Straßen in Jenfeld führen. Die FDP regte im Verkehrsausschuss an, noch einmal über diese Argumente  nachzudenken. SPD, CDU, Grüne und Linke dagegen verwiesen darauf, dass es selten eine so einmütige Entscheidung für Tempo 30 gegeben habe, auch mit Polizei und Straßenverkehrsbehörde. Außerdem werde der Bahnübergang am Ende der Jenfelder Straße geschlossen, die damit keine Durchgangsstraße mehr sei. Es bleibt bei der Beschlusslage, die Stadtteilkonferenz bekommt einen entsprechenden Brief als Antwort.
Rückbau für Stadtbahn möglich
Weiteres Thema auf der Tagesordnung des Verkehrsausschusses: das Busbeschleunigungsprogramm. Das Verkehrsprojekt soll kürzere Fahrzeiten, mehr Kapazität und stabile Fahrpläne für die wichtigsten Metrobuslinien bringen. Im Bezirk Wandsbek ist die Linie 7 betroffen. Sie braucht für die 5,6 Kilometer zwischen Barmbek und Steilshoop 20 Minuten.
Künftig sollen es vier Minuten weniger sein, durch Umbauarbeiten an der Strecke, die jetzt Mitarbeiter des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer im Verkehrsausschuss der Wandsbeker Bezirksversammlung vorstellten.
Um Staus beim Abbiegen zu verhindern, soll die Kreuzung Nordheimstraße und Eichenlohweg umgebaut werden. Vor allem aber wird die Gründgensstraße erheblich umgestaltet: Sämtliche Ampeln werden abgebaut, dafür entstehen drei Kreisverkehre mit Zebrastreifen. Alle Bushaltestellen werden erneuert und verlängert, es entstehen Sprunginseln für die Fußgänger. Und: Aus der vierspurigen Straße durch Steilshoop wird eine zweispurige, die rechte Spur wird zum dann legalen Parkplatz.
Die Umbauarbeiten für insgesamt ca. drei Millionen Euro sollen Anfang 2014 beginnen. Steilshoop werde komplett umgebaut, so der Einwand der SPD. CDU und Grüne befürchten das endgültige Aus für die Stadtbahn. Die Kreisverkehre können bei Bedarf zurückgebaut werden,
erklärte jetzt Bezirksamtleiter Thomas Ritzenhoff. Die Kosten lägen bei mindestens 1,2 Millionen Euro.
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