Thailand lobt Jenfeld

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Der Wandsbeker CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke (3. v.r.) bei seiner Thailandreise Foto:wb

Konzept der Jenfelder Au gilt als Vorzeigeprojekt für Bauart und Recycling

Von Rainer Glitz
Jenfeld
Chiang Mai liegt im Norden Thailands, im Grenzgebiet zu Myanmar und
Laos, dem ehemaligen „Goldenen Dreieck“. In die Provinzhauptstadt verschlug es den Wandsbeker CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke, nachdem er zuvor im Auftrag von Bundestag und Bundesregierung ein Gespräch mit dem thailändischen Außenminister zur politischen Situation in seinem Land geführt hatte. Es ging um Entwicklungsprojekte in der abgelegenen Region im Norden. „Wir müssen dort Alternativen zum Drogenanbau finden“, sagt der Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Bundestags-Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Zukunft liege im Ökolandbau und dem Bau ökologischer Siedlungen und Bildungseinrichtungen.

Jenfeld als Vorbild


Wichtige Gesichtspunkte dabei seien Wasser und Energie, erfuhr er von einer Vertreterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Es gäbe da ein Projekt in der Nähe von Hamburg, die Jenfelder Au. Ob er das kenne, er käme doch aus dem Norden, wurde Jürgen Klimke gefragt. „Ich war fast sprachlos“, so der CDU-Politiker aus Jenfeld. Fern der Heimat bekam er die 64-seitige Broschüre von Stadt und Bezirk von der GIZ präsentiert. Die Jenfelder Au wird in Asien als Modellstadt für Wasser und Energie propagiert. „Die Jenfelder Au ist dort eine Vision. Es gibt sogar schon konkrete Pläne zur Umsetzung“, staunt Klimke. Die entsprechenden Regionen würden zugeordnet, Land gekauft und Baugenossenschaften gegründet. Wichtig sei dabei eine verdichtete Bauweise für die Großfamilien in Thailand und das Thema Recycling.

Neues Abwasserkonzept


In der Jenfelder Au soll das Konzept „Hamburg Water Cycle“ umgesetzt werden. Kernpunkt ist die getrennte Sammlung von Abwasser. Regenwasser-, Abwasser aus Toiletten sowie aus Bad und Küche werden getrennt aufbereitet. Aus dem mit Unterdruck abgesaugten Toilettenabwasser wird Biogas für die Energiegewinnung vor Ort produziert.
„Vielleicht kommen später einmal Delegationen aus Asien nach Jenfeld, um sich das fertige Projekt anzusehen“, sagt Jürgen Klimke. Es könne aber auch durchaus sein, dass das Vorzeigeprojekt dort schneller als in Hamburg verwirklicht werden könnte.  
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