Tierschutzpartei Hamburg fordert dringendes Umdenken bei der Stadtentwicklung

Anzeige
Liebenswertes Hamburg
Von Oktober 2016 bis Februar 2017 sind in Hamburg 2.535 Straßen- und Parkbäume gefällt worden - viele davon standen Baumaßnahmen im Weg. Die Stadt plant allerdings lediglich 731 Nachpflanzungen. Diese Entwicklung wird das Stadtbild massiv prägen.

Der Naturschutzbund hat die aktuellen Fällungen ausgewertet und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis. „Der Bestand der Stadtbäume nimmt von Jahr zu Jahr ab. Die aktuellen Baumfällstatistiken bereiten uns große Sorge“, so NABU-Chef Alexander Porschke.
Es sind lediglich rund 30% Nachpflanzungen geplant - viel zu wenig, auch aus Sicht der Tierschutzpartei Hamburg.

Porschke äußerte sich weiter: „Neben dem Verlust von Grünflächen durch den Bauboom in Hamburg kommt jedes Jahr noch der Verlust von Tausenden Bäumen hinzu. Wir fordern ein Umdenken.“ Dr. Katharina Schmidt, Referentin für StadtNatur beim NABU Hamburg äußerte sich ebenfalls zum Bauboom und sagte “Man muss sich schon fragen, welche Wohnqualität bleibt, wenn hier immer mehr Wohnungen entstehen, aber man keinen Baum mehr auf der Straße sieht.“

In einer Pressemitteilung des NABU heißt es weiter “Der Bestand der Stadtbäume nimmt dadurch von Jahr zu Jahr stetig ab. Und ein nach gepflanzter junger Baum kann einen alten Baum mit großer Blätterkrone in seinen ökologischen Funktionen nicht vollwertig ersetzen.”

Jan Zobel, Spitzenkandidat der Tierschutzpartei zur Bundestagswahl am 24. September 2017 sagte dazu „Die Lücke zwischen Fällungen und Pflanzungen muss deutlich verringert werden! Jedes Schulkind weiß, dass Bäume eine außerordentlich wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Die gefällten Bäume sind außerdem der Lebensraum unzähliger Tiere. Jede Fällung muss genauestens geprüft werden, gerade in Hinsicht auf die Auswirkungen für Tiere“

Die Tierschutzpartei schließt sich dem Standpunkt des NABU vollumfänglich an, und fordert ein dringendes Umdenken bei der Hamburger Stadtentwicklung.
“Die Stadtnatur hat für uns eine sehr hohe Priorität. An der grünen Lunge Hamburgs darf nicht weiter operiert werden. Baumfällungen in diesem Ausmaß sind ein Angriff gegen unsere Umwelt, die Tiere aber auch gegen Menschen, die eine lebens- und liebenswerte grüne Stadt verdienen.”
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige