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Der Festakt wird auch mit Tanzeinlagen des Zirkus Picobello aufgelockert Foto: rdm
 
Blick auf den Eingang der Schule Foto: rdm

50 Jahre Schule Wildschwanbrook: Jubiläumsfeier mit Tanz und Gesang

Von Reinhard Meyer
Meiendorf
„Wir sind die tolle Schule Wildschwanbrook“ – mit dieser „Schulhymne“ wird am kommenden Sonnabend das eigentliche Jubiläumsschulfest für 50 Jahre Schule Wildschwanbrook eröffnet. Dazu lassen die Schüler Ballons steigen. Vorher begrüßt Schulleiter Sascha Luhn in einem Festakt die Prominenz aus Verwaltung und Politik. Der Ernst der offiziellen Festreden wird durch Beiträge des Schulchores, durch Tänze aus dem Circus Picobello – wie dem Cancan – und durch einen gemeinsamen Beitrag von Chor und Instrumentalisten aufgelockert. Das Fest gehört aber eigentlich ganz den 225 Schulkindern. Ein neues Klettergerüst und zwei neue Trampolins werden die Jungen und Mädchen sicher sofort stürmisch ausprobieren. Sie können beim Töpfern, beim Wolle filzen und Schach mitmachen. Ausstellungen wie „Hundertwassertiere“ und „Kreatives Kochen“ zeigen, womit sich die Schüler interessiert befasst haben. Nicht zu vergessen: Geselligkeit in der Cafeteria bei Grill, Getränken und Kuchen.

Rückblick


Jubiläum heißt Rückblick: In das Gründungsjahr der Schule Wildschwanbrook 1966 fällt auch die Gründung der Rogate Kirchengemeinde. Der durch Flutopfer und Flüchtlinge bedingte Bevölkerungszuwachs machte den Aufbau einer In-
frastruktur notwendig. Die Geschichte dieser Schule spiegelt strukturelle Veränderungen des Hamburger Schulwesens in diesen 50 Jahren wider. Sie war zunächst Volksschule bis Klasse 6, in einem Jahrgang bis zur Klasse 9. Dann wurde sie auf Dauer Grundschule. Die 2010 vorbereitete Umwandlung in eine Primarschule scheiterte am Volksentscheid. 2012 begann die erfolgreiche Umgestaltung in eine Ganztagsschule. „Die Schule Wildschwanbrook hat sich gesellschaftsbedingten pädagogischen Herausforderungen immer erfolgreich gestellt“, sagt Sascha Luhn. Ab 1992 wurde schrittweise der Pädagogische Mittagstisch eingeführt zur Entlastung der Eltern. Er wurde im Zusammenhang mit der Ganztagsschule zur Mensa umgebaut. Ab 1997 wurde die Schulanlage zu bestimmten Zeiten für die Freizeitnutzung von Jugendlichen geöffnet. In den ersten Jahren nach 2000 wuchs das soziale Bewusstsein von der Notwendigkeit der Sprachförderung: Lehrerin Barbara Wildes Gründung der „Lesestadt“ 2004 war ein schuleigener Schritt dazu. Das differenzierte Sprachförderkonzept führt dazu, dass alle Schüler im Vergleich zu anderen Schulen Leistungen über dem Hamburger Durchschnitt erreichen. Luhns Vorgänger Hermann Klindt (1971–1985) und Angela Zielke (1992–2010), haben durch ihr Wirken der Schule Stabilität und Offenheit gesichert. Trotz zunehmender Bedeutung des Sports an der Schule war und ist die kulturelle Er-ziehung ihr Markenzeichen. Der „Plattdütsch Krink“ unter der Führung von Gerda Stolzenberger hat seit 2004 immer wieder Bezirks- und Hamburger Stadtmeisterschaften gewonnen. Die märchenhaften Aufführungen der
vierten Klassen zu Weihnachten oder im Schuljahr sind für Rahlstedt einzigartig. Die Lehrer verstehen es, alle Schüler musikalisch, theatralisch, bildnerisch – durch Erarbeitung von Kostümen und Kulissen – in eine Aufführung einzubinden.

Sonnabend, 9.Juli, Festakt bis 11 Uhr; von 12 bis 15 Uhr Großes Fest
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