Trollhaus eröffnet

Anzeige
Sprayer Philipp Martini bei der ArbeitFoto: rg

Nachbarschaft feierte neuen Jugendtreff

Von Rainer Glitz
Hohenhorst
Ein kräftiger Regenguss konnte die Stimmung auch nicht verderben. Eine riesige Schlange hat sich vor dem Eiswagen gebildet, ein neuer Basketballkorb steht bereit, Kinder tragen volle Teller vom Büffet weg, es gibt Salate, Fleisch, Kaffee und Kuchen. Und natürlich ein paar offizielle Worte zur Einweihung des neu errichteten Trollhauses in der Potsdamer Straße. „Ein tolles Gebäude, wir wünschen uns mehr solcher Kooperationen“, sagt Thomas Ritzenhoff, Leiter des Bezirksamtes Wandsbek. Doris Bieniek, Leiterin der SAGA-Geschäftsstelle Jenfeld, gibt die Komplimente gern zurück. Und dann überreicht sie den Verantwortlichen von Streetlife Rahlstedt e.V. den symbolischen Schlüssel.
SAGA und Streetlife haben den anthrazitfarbenen Flachbau gemeinsam geplant. Das neue Trollhaus hat einen Gemeinschaftsraum mit einer riesigen, blauen Couch, zwei kleine Räume für Einzelgespräche oder zum Zurückziehen, eine moderne Küche und Lagerräume. Rund 160 Quadratmeter Fläche hat der Jugendtreff, die Kosten in Höhe von 350.000 Euro stammen aus Mitteln der Jugendhilfe und der integrierten Stadtteilentwicklung. Bauherrin ist die SAGA, die außerdem die Außenanlagen finanziert hat. Das alte Gebäude der Einrichtung, ein mit Asbest belastetes ehemaliges Waschhaus, wird abgerissen. Dort entstehen Parkplätze. „Der Neubau ist phantastisch“, freut sich Rafael Velazquez vom Träger Streetlife. Das Haus entspreche den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen, deren Kreativität bei der Gestaltung nun gefragt sei. „Das Trollhaus hat einen Wohnzimmercharakter, viele laden sich Freunde ein“, erklärt Velazquez.
Die Zielgruppe sind 8- bis 21-Jährige aus der unmittelbaren Umgebung. Es gibt unterschiedliche Angebote, getrennt nach Alter und Geschlecht. Neuerdings gibt es auch ein Babycafé für junge Mütter. Rund 120 Besucher kommen pro Woche im Schnitt ins Trollhaus. Ganz fertig ist es an diesem offiziellen Einweihungstag dann allerdings doch nicht. Der Regen verhindert die Vollendung des Logos an der frischen Fassade. Das Graffiti zeigt den Schriftzug „Trollhaus“ und darunter eben einen Troll. „Ich brauche bestimmt noch vier bis sechs Stunden“, sagt Philipp Martini, der das kleine Kunstwerk an die Wand sprüht. Bis zu 20 verschieden Farbdosen kommen dabei zum Einsatz. Nur heute ist die Wand einfach zu nass.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige