U-Oldenfelde-Planung: Lob für Expertenteam

Anzeige
Yvonne (37) und Marco Lutze (39): Beim wichtigen Thema Lärmschutz haben wir einen Kompromiss erzielt. Die Saga hat uns sehr unterstützt Foto: tel

Anwohner-Wünsche werden berücksichtigt. Bürgerbeteiligung war voller Erfolg

Oldenfelde „Ich habe mich hier ernst genommen und gut informiert gefühlt“, brachte es eine Oldenfelderin auf den Punkt. Die (nicht gesetzlich vorgeschriebene) dreistufige Bürgerbeteiligung der Hamburger Hochbahn zum geplanten Bau des U-Bahnhofes Oldenfelde war ein voller Erfolg. Am Ende der dritten Veranstaltung in der Erich-Kästner-Schule, wo am 15. März vorigen Jahres dieses „Pilotprojekt“ gestartet worden war, gab es für Hochbahn-Pressesprecher Christoph Kreienbaum und sein Expertenteam sogar spontanen Beifall von rund 80 Anwohnern. Die Oldenfelder haben durch ihre Vorschläge und eine konstruktive Mitarbeit in Workshops einiges zum Erfolg beigetragen, so dass vor dem jetzigen Beginn des Planfeststellungsverfahrens laut Projektleiter Oliver Schmidt „ein besseres Ergebnis“ herausgekommen ist. Die Anwohner konnten sich mit vielen Ideen durchsetzen: So wurde die Haltestelle für eine optimale Einpassung in die Umgebung um rund 40 Meter nach Süden verschoben. Der Haltestellenzugang bleibt als Verbindungsweg zwischen den Ortsteilen – gut beleuchtet – auch nachts offen. An der Ostseite der Gleise wird ein zu begrünender Bahndamm statt einer hässlichen Spundwand gebaut. Beim Bau nimmt die Hochbahn besonders Rücksicht auf die Anwohner – keine Lärm verursachenden Arbeiten in der Nacht. Nicht gebaut werden beispielsweise ein Kiosk oder eine Vorfahrt für Pkw und Busse. Dafür gibt es eine Fülle (rund 260) von Abstellplätzen für Fahrräder. Ein großer Teil des vorhandenen Grüns bleibt als Sichtschutz ebenso erhalten wie die Parkplätze der Kleingärtner. Während des Baus stellt die Hochbahn betroffenen Anwohnern einen Ansprechpartner zur Seite. Nicht durchsetzen konnten sich Anwohner mit der Forderung nach einer Lärmschutzwand. Ein Lärmgutachten stellte fest, dass mit dem Betrieb der neuen Haltestelle keine Lärmgrenzwerte überschritten werden – im Gegenteil: Der Betrieb wird sogar leiser (da die Züge langsamer fahren) mit dem Ergebnis, dass es für zusätzlichen Lärmschutz kein Geld gibt. Sogar die Bauzeiten hat die Hochbahn bereits veröffentlicht: Es wird drei Betriebssperrungen auf der U1 geben (Frühjahrs- und Herbstferien 2018 sowie Frühjahrsferien 2019). Nur während dieser dreimal 16 Tage kommt es auch zu Wochenendarbeiten. Im Herbst 2019 (Datum steht noch nicht fest!) soll die neue Haltestelle eröffnet werden. Die benötigten 19,5 Millionen Euro hat die Hochbahn bereits beim Senat beantragt. (tel)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige