Umwelt-Aktion an der Wandse

Anzeige
Packten mit an: Frank Rettmer (vorn) mit Dagmar Berghoff, Rosi Denart, Bernd Quellmalz, Klaus Denart und Schülern der Anckelmannstraße (v.re.). Fotos: Haas

Jury besucht Hanse-Umweltpreisträger

Von Waltraut Haas
Wandsbek. Sie arbeiten weiter, betreiben Umwelt- und Gewässerschutz auf praktische Art. Am vorvergangenen Donnerstag nahmen sich die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule Anckelmannstraße das Wandse-Teilstück zwischen Kedenburgstraße und Holzmühlenstraße vor. Rückten aus in Wathosen und karrten zentnerweise Geröll und Kies ins Bachbett. Zudem setzten sie heimische Pflanzen am Ufer und montierten einen robusten Nistkasten für Eisvögel auf schweren Eichenbohlen. Die Umweltaktion der zukünftigen Kaufmänner und Kauffrauen wurde fachkundig angeleitet von Frank Rettmer. „Damit kann sich im Wasser und am Ufer wieder mehr Leben entfalten.“ erklärte der engagierte Berufsschullehrer.
Stellvertretend für seine Schulklassen war er im vergangenen November ausgezeichnet worden: Rettmer hatte – wie berichtet – den Hanse-Umweltpreis 2011 erhalten, für sein Projekt der Gewässerrenaturierung, das er zusammen mit Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Abschnitten der der Wandse durchführt. Die Jugendlichen fingen Feuer und machen immer noch begeistert mit. „Natürlich haben wir Umweltschutz auch im Unterricht behandelt. Aber wenn man selbst Hand anlegt, werden viele Themen praktisch begreifbar.“ meint Frank Rettmer.
Zu Besuch bei „ihren“ Preisträgern zeigte sich die Jury des Hanse-Umweltpreises begeistert vom Engagement der beiden Schulklassen. Globetrotter-Chef und Umweltpreis-Stifter Klaus Denart und seine Frau Rosi zogen spontan ihre Schuhe aus und wateten mit Bernd Quellmalz vom NABU Hamburg in die Wandse. TV-Moderatorin Dagmar Berghoff kam in Gummistiefeln dazu, alle packten mit an: Große Feldsteine reichten sie durch sowie Kies eimerweise, damit die Schüler sie im Bachbett verbauen konnten. Anschließend wurde auch der Nistkasten für den Eisvogel zu inspizieren, bevor er am Ufer auf schwere Eichenbohlen montiert wurde. „Von diesem Umweltprojekt profitieren alle: Tiere und Pflanzen bekommen so einen neuen Lebensraum, die Hamburger können zugleich ein Stück Natur vor der Haustür genießen.“ lobte Globetrotter-Chef Klaus Denart. Dagmar Berghoff, langjährige Schirmherrin des Hanse-Umweltpreises, betonte: „Dieses Projekt zeigt, wie auch privates Engagement zum Erhalt der Natur beitragen und unsere Stadt grüner machen kann.“

Personen, Initiativen, Vereine, die ehrenamtlich im Naturschutz aktiv sind, können sich jetzt mit Projekten für den Hanse-Umweltpreis 2012 bewerben. Zu gewinnen sind insgesamt 6.000 Euro. Info und Online-Teilnahme unter:
www.NABU-Hamburg.de/hanseumweltpreis. Bewerbungsschluss: 30. September
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige