Und noch ’ne Brücke weg

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Noch rege genutzt: eine Joggerin überquert die zum Abriss freigegebene Osterbek-Brücke; Absperrgitter und Flatterband liegen daneben Foto: tel

Bezirksamt Wandsbek plant Abriss: Osterbek-Steg ist zu marode

Von Michael Hertel
Bramfeld/Farmsen
Das Brückensterben geht weiter: Nach Mitteilung des Bezirksamtes Wandsbek wird die Fußgängerbrücke Nummer 320 über die Osterbek an der Grenze zwischen Farmsen und Bramfeld, südlich der Verbindungsstraße Am Luisenhof gelegen, abgerissen. Die Brücke befindet sich laut Bezirksamt in einem so schlechten baulichen Zustand, dass als wirtschaftliche Lösung nur ein ersatzloser Rückbau in Frage kommt. Sie sei zudem an dieser Stelle nicht zwingend erforderlich, die Kosten für einen Neubau wären unverhältnismäßig hoch. Die Umrundung des Rückhaltebeckens Barenbleek ist auch ohne diese Brücke mit einem kleinen Umweg (95 Meter) über den Gehweg der angrenzenden Straße möglich. Schließlich betont das Bezirksamt: Der Rückbau erfolgt in Zuständigkeit des Landesbetriebes Straßen, Brücken und Gewässer. Und so ist die Situation vor Ort: Die Holzbrücke macht in der Tat einen arg maroden Eindruck. Sie war bereits mit Sperrgittern verschlossen. Diese sind jedoch inzwischen, eventuell von Anwohnern, entfernt worden und liegen neben der Brücke. Die Brücke selbst wurde am vergangenen Wochenende weiterhin benutzt. Anwohner berichteten, dass der hölzerne Überweg über die Osterbek als Teil des direkten Rundgangs um das Rückhaltebecken Barenbleek stark frequentiert sei. Es gibt die Möglichkeit, mit einem Umweg von geschätzt zweimal hundert Metern über die Straßenbrücke Am Luisenhof auszuweichen. Dafür muss man allerdings einen ziemlich zugewucherten Trampelpfad benutzen. Das Thema „Fußgängerbrücken“ in Parks und Grünanlagen beschäftigt die Wandsbeker Öffentlichkeit seit Jahren. Entfacht wurde sie durch ein Bauwerk am Bramfelder See, das inzwischen abgerissen wurde. Einer Osterbek-Brücke am Barmwisch drohte erst kürzlich das gleiche Schicksal. Es konnte allerdings dank einer Initiative des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Jens Schwieger und einer teilweisen Übernahme der Sanierungskosten durch die Baugenossenschaft Hansa und die Hanseatische Baugenossenschaft in letzter Minute abgewendet werden. (
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