Unruhe in Rahlstedt wegen Flüchtlingsplänen

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Monika Wäger (l.) sammelt erfolgreich UnterschriftenFoto: güb

Anwohner sammeln Protestunterschriften: Behörde soll Alternativen suchen

Rahlstedt. Die Rahlstedter Bürgerinnen und Bürger, die in der Nachbarschaft des DRK Grundstückes in der Rahlstedter Straße 8 wohnen und teilweise dort auch arbeiten sind ,in Unruhe geraten, weil auf dem Grundstück Unterkünfte für Asylbewerber errichtet werden sollen. Sie protestieren dagegen und sammeln Unterschriften, um zu zeigen, dass sich alle einig sind in der Ablehnung des Vorhabens der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI). Motor der Protestbewegung ist Monika Wäger.
„Wir müssen zeigen, dass wir in Rahlstedt uns alle einig sind, dass diese Unterbringung der Asylbewerber mitten in einem gewachsenen Wohngebiet in Rahlstedt nicht sein darf. Wir haben in Rahlstedt schon soziale Brennpunkte genug. Die BASFI soll nach Alternativen suchen“, fordert Monika Wäger. Ihr ist es schon gelungen, viele Mitstreiter für ihre Sache aus dem Umfeld des DRK Grundstückes in der Rahlstedter Straße 8 zu mobilisieren. Dazu gehören auch Unternehmer und Grundstückseigentümer aus der Nachbarschaft.
„Die Anwohner und Gewerbetreibenden in der Nachbarschaft sind sich einig, dass adäquate Flächen seitens der Stadt Hamburg bereitgestellt werden müssen, jedoch irritiert zum einen der stillschweigende Schnellschuss, ohne dass die normalen Behördenwege eingehalten werden, zum anderen fehlt die proaktive Einbindung der Nachbarn und die Kommunikation mit den Bürgern sowie ein entsprechendes Integrationskonzept“, so steht es in einem Schreiben, das ein Anwohner bei der Unterschriftenaktion von Monika Wäger verteilte.
„Mehrere Investoren haben kürzlich Grundstücke in der Nachbarschaft zum DRK Grundstück erworben. Sie sehen ihre Investitionen, die den Wohnungsbau betreffen, als gefährdet an “, heißt es weiter in dem Schreiben.
Hamburg muss in diesem Jahr viele Flüchtlinge aufnehmen. Im Juli sind es nach einer Mitteilung der Hamburger Innenbehörde 229, im August 271 und im September 285 Zuwanderer, für die eine öffentliche Unterbringung notwendig wird. Insgesamt werden in 2013 nach Angaben der Innenbehörde in Hamburg 2324 Zuwanderer erwartet. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (MAMF) teilt mit, dass für das Jahr 2013 in Deutschland rund 100.000 Erstantragsteller für Asyl registriert werden.
Monika Wäger wird in ihrem Bemühen, die Ansiedlung von Zuwanderern in der Rahlstedter Straße 8 zu verhindern, trotz dieser Zahlen nicht nachlassen. Sie hat schon über 200 Unterschriften gesammelt, mit denen sich Anwohner mit ihr solidarisch erklären. Sie hat auch schon Kontakt mit Michael Fröhlich in Billstedt aufgenommen. Dieser hat dort eine Bürgerinitiative gegründet, die verhindern will, dass eine leerstehende Schule zur Asylunterkunft ausgebaut wird. Dort eint die Anwohner auch die Tatsache, dass die Pläne der BASFI inmitten eines bestehenden Wohngebietes umgesetzt werden sollen und künftige Konflikte somit vorprogrammiert sind. (güb)
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10 Kommentare
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Eckhard Cappell aus Rahlstedt | 27.07.2013 | 11:41  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 31.07.2013 | 17:19  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 04.08.2013 | 12:57  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 04.08.2013 | 13:00  
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Henrik Hansen aus Langenhorn | 21.08.2013 | 22:37  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 22.08.2013 | 12:31  
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Christa Klickermann aus Rahlstedt | 18.10.2014 | 13:53  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 19.10.2014 | 11:16  
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Christa Klickermann aus Rahlstedt | 19.10.2014 | 12:18  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 19.10.2014 | 15:53  
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