Verkehrs-Chaos vor Schule

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Elternrat Oliver Jeß, Schulleiterin Regina Schubert und Marja und Luisa von der Kinderkonferenz der Schule an der Gartenstadt fordern Kooperation der Eltern

Morgens geht an Grundschule Gartenstadt nichts mehr. Thema im Ausschuss

Von Karen Grell
Wandsbek-Gartenstadt
Anwohner der Stephanstraße, die auf Höhe der Grundschule An der Gartenstadt wohnen, müssen entweder schon vor halb acht oder erst um halb neun zur Arbeit fahren. Denn: „Kurz vor Unterrichtsbeginn geht hier gar nichts mehr“, sagt Sabine Maier, die sich über das Verkehrschaos vor der Schule aufregt, wie viele andere Bewohner auch. Schuld ist der Hol- und Bring-Service der Eltern, die ihren Kindern bei schlechtem Wetter und entfernteren Wohnorten keinen Fußmarsch zur Schule zumuten wollen.
„Wer sein Kind zur Schule bringen möchte kann zum Aussteigen die nahegelegenen Parkplätze nutzen“, betont Schulleiterin Regina Schubert, die jetzt morgens manches Mal selber vor der Schule steht und Eltern ermahnt, die sich nicht an die Abmachungen halten. „Die Sicherheit der Kinder ist durch die vielen Autos extrem gefährdet“, bemängelt auch Elternrat Oliver Jeß die katastrophale Situation in der engen Sackgasse. Kommen sich zwei Fahrzeuge entgegen, weiche meist das eine ohne Rücksicht auf Fahrradfahrer und Fußgänger auf den Gehweg aus. Da nützt auch der einsame Poller nichts, der jetzt aufgestellt wurde, um das Befahren des Fußweges zu verhindern. „Wir brauchen noch mehr solcher Absperrungen“, meinen Luisa und Marja von der Kinderkonferenz, die sich auf den letzten hundert Metern bis zum Schultor nicht mehr sicher fühlen.
„Das Problem besteht seit ich hier bin“, so Regina Schubert und das sei schon seit acht Jahren. Weder die Kinderkonferenz, noch der Stadtteilpolizist Hans-Hermann Schulz konnten die Eltern aber bisher zum Umdenken bewegen und deshalb soll das Thema nun in den Regionalausschuss.
Oliver Jeß sagt dazu: „Wir hoffen auf Unterstützung von Seiten der Politik“. Eine Lösung wären nach Meinung der Schule weitere Poller auf den Gehwegen oder freie Parkmöglichkeiten an anderer Stelle. Kinder sollen dann zwar immer noch in die Nähe der Schule gebracht werden können – ein Einfahren in die enge Sackgasse aber unterbleiben. „Beim täglichen Stau um halb acht geht es dann auch noch mit den Hupkonzerten los“, ärgert sich der Elternrat, der mehr Sicherheit für die Kinder fordert und auch die Anwohner der Stephanstraße entlassen möchte. „Die Situation ist so untragbar“.

Regionalausschuss für das Kerngebiet Wandsbek am Mittwoch, 21. Januar,
18 Uhr im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4.

Weitere Themen: Sanierung und Nutzungskonzept Torhaus Eichtalpark,Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Grundstück Bahngärten
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1 Kommentar
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Michael Kahnt aus Barmbek | 22.01.2015 | 09:13  
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