Verwirrspiel um „Dame Kobold“

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Die Besetzung des Stücks „Dame Kobold“ freut sich auf die Premiere: Susanne Lichtenberg, Annika Starken, Catrin Lubitz. (untere Reihe v.l.n.r.), Johannes Homann, David Fischer, Regisseurin Hanna Barthels und Ulrich Wiechern (obere Reihe v.l.n.r.). Es fehlen: Nils Homann und Wolf SannesFoto: Netzow

Herbststück der Alt-Rahlstedter Theatergruppe hat am Sonnabend Premiere

Von Kirsten Netzow
Hamburg. Wie sieht eine gekonnte Ohnmacht aus? Wie rafft Frau in Eile ihren voluminösen Rock zusammen, und wie schlägt sie einem aufdringlichen Verehrer gekonnt den Fächer auf die Finger? Jede Woche stellen sich die Akteure der Alt-Rahlstedter Theatergruppe (ART) solchen schauspielerischen Fertigkeiten und proben mehrere Stunden an ihrem aktuellen Bühnenstück.
Im November nun dürfen sich die Zuschauer auf mehrere Aufführungen der Mantel-und Degenkomödie „Dame Kobold“ von Pedro Calderón de la Barca freuen. Geheime Türen und nächtliche Rendezvous, spritzige Wortgefechte und rasante Fechtkämpfe - das sind die Elemente, aus denen Pedro Calderón de la Barca sein turbulentes Verwirrspiel „Dame Kobold“ gestrickt hat. Aufführungsort ist der Gemeindesaal der Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt. Dort probt das Ensemble fleißig jeden Freitag mehrere Stunden sowie einmal monatlich sonntags unter der Regie von Hanna Barthels. Ihren erfahrenen Augen und Ohren entgeht dabei nichts: „Manche Darsteller denken, sie würden bereits laut genug sprechen. Da muss ich sie dann oft zum Übertreiben animieren, damit auch noch die letzte Zuschauerreihe versteht, was auf der Bühne gesprochen wird“. Auch beim aktuellen Stück gibt es viel zu beachten, oder wer wüsste auf Anhieb mit einem Degen richtig umzugehen? Während der Aufführungen ist die Sozialpädagogin stets hinter den Kulissen und beobachtet das Geschehen auf der Bühne.
Vom Bühnenbild, dem Schminken vor der Aufführung bis zur Öffentlichkeitsarbeit und dem Kartenverkauf – bei der ART geschieht alles in Teamarbeit. Die Texte und Fotos für die Programmhefte erstellt Hanna Barthels. Die meist historischen Kostüme kommen aus dem Privatfundus der Regisseurin, vieles davon hat sie selbst genäht. „Es ist wirklich ein großer Luxus, in Kostümen proben zu können“, zeigt sich die Regisseurin erfreut.
Seit 1986 besteht das Amateurtheater, Träger ist die Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt. Goethe, Lessing und Shakespeare - Die ART hat bereits viele Klassiker behandelt. Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Entscheidung für ein Stück wäre, ob sich die Thematik auch noch in die heutige Zeit übertragen ließe, so die Leiterin. Einmal pro Jahr wird ein neues Stück erarbeitet und aufgeführt. „Krimis wie von Agatha Christie, bei denen sich die Zuschauer ein bisschen gruseln, kommen gut an“, weiß Barthels zu berichten. Viele Anhänger hat das Ensemble mit seiner Bühnenkunst und den schönen Kostümen in den letzten 27 Jahren gewinnen können.
Aufführungstermine
Die ART zeigt „Dame Kobold“ im Gemeindesaal der Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt, Rahlstedter Straße 79a, Sonnabend, 02.11., 15.30 Uhr und 19.30 Uhr, Sonntag, 03.11., 15.30 Uhr, Freitag, 08.11., 19.30 Uhr, Sonnabend, 09.11., 15.30 Uhr und 19.30 Uhr, Sonntag, 10.11., 15.30 Uhr

Platzgruppe A: 9 Euro / erm. 8 Euro, Platzgruppe B: 7 Euro /erm. 6 Euro
Karten unter www.art-hh.de oder Tel.: 0152-58559949
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