Viel heiße Luft um das Hertie-Haus

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Ulrich Hoffmann begrüßt, dass etwas passiert, ist aber skeptisch.

Wer der neue Eigentümer sein wird ist weiterhin unklar

Barmbek. Es sollte wohl das Antrittsgeschenk des neuen Bezirksamtsleiters Harald Rösler sein: „Das Hertie-Haus wird abgerissen“, verkündete der SPD- Politiker im Fernsehen, bevor er in den Urlaub verschwand.
Das ist keine Neuigkeit, denn dass das Gebäude in einem so maroden Zustand ist, dass kein Investor etwas anderes als einen Abriss planen kann und wird, liegt auf der Hand. Eine Neuigkeit wäre gewesen, wenn Rösler sich zu einem möglichen Zeitpunkt geäußert hätte. Doch da noch nicht einmal die Verträge mit einem neuen Investor unter Dach und Fach sind, steht ein Abriss weiterhin in den Sternen. Selbst wenn es bald zu einem Verkauf käme, ist mit einem Abriss in keinem Fall vor Mitte nächsten Jahres zu rechnen, ist aus dem Umfeld des Insolvenzverwalters zu hören.
Wer der neue Eigentümer der Immobilie sein wird, ist immer noch unklar. „Was wir brauchen, ist jemand, der mit uns an einem Strang zieht, wenn es um die weitere wirtschaftliche Entwicklung Barmbeks geht“, sagt Petra Henze von der IG Fuhle. „Also jemand, der sich auch im Stadtteil engagiert.“
Die Neuentwicklung des Hertie-Hauses soll koordiniert werden mit dem Bau des Versicherungshauses der VBG, den die ECE entwickelt. „Wir begrüßen das Entstehen von 600 Arbeitsplätzen“, sagt Buchhändler Ulrich Hoffmann für die IG Fuhle zur Ansiedlung des Versicherungskonzerns. „Gleichzeitig ist es für uns unabdingbar, dass im VBG-Gebäude im Erdgeschoss große Einzelhandelsflächen entstehen, nach Möglichkeit auch im ersten Stock.“ Eine attraktive Gastronomie, die nicht mit den Bürozeiten schließe, sei nötig, um den Platz auch in den Abendstunden zu beleben. Denn wer aus dem Bahnhof komme, der solle nicht vor einem toten Betonklotz stehen.
Petra Henze wünscht sich eine Situation, wie sie früher mit dem Hertie- Kaufhaus gegeben war. „Da haben die Leute das Umsteigen am drittgrößten Umsteigebahnhof Hamburgs zum Einkaufen und Flanieren genutzt“, erinnert sie sich. „Nur dann kann Barmbek von einem Neubau wie dem der VBG profitieren.“ (leu)
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