Viel Raum für Kreativität

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Auf der MS Dodo reisen die Kita Kids in Gedanken um die ganze Welt. Bei 16 Nationen, die hier vertreten sind, gibt es viele Länder zu bereisen Foto: Grell

Die Kita der Arbeiterwohlfahrt in Hasselbrook wird 20 Jahre alt

Von Karen Grell
Eilbek
Eine Kita, direkt neben den Gleisen der S-Bahn mitten in der Stadt, da kann es ja kaum ein Fleckchen Grün geben? Weit gefehlt, denn die Kita Hasselbrook hat sogar einen ganzen Dschungel vor dem Haus. Der AWO-Kindergarten im Stadtteil Eilbek, der gerade sein 20-jähriges Bestehen feiert, hat das große Glück, ein riesiges Außengelände zu besitzen, auf dem die Kinder nicht nur toll herumtoben können, sondern auch jede Menge Erfahrungen mit der Natur erleben dürfen. Die Einrichtung setzt auf aktives Lernen und Ausprobieren. Deshalb werden im Garten auch eigene Kräuter gezüchtet und geerntet und auch mal mit einer Lupe die Käfer betrachtet, die in den Beeten herumkrabbeln. Die Kita feiert mit dem Jubiläum gleichzeitig die Leiterin Karin Kornrumpf (57) und die Erzieherin Doris Timm (55), die seit dem ersten Tag dabei sind und die Kita mit aufgebaut haben. „Wir sind hier immer ein super gutes Team gewesen“, erinnert sich Karin Kornrumpf an die vielen vergangenen Jahre. Mit heute 80 Kindern aus 16 verschiedenen Nationen ist die Kita Hasselbrook auch eine bunte Kita mit vielen verschiedenen Ideen. „Die Feste mit den leckeren Gerichten aus aller Welt sind immer wieder ein Highlight“, lacht Karin Kornrumpf, die gern mal selber zwischen den Kindern sitzt und zusieht, was in den Gruppen am liebsten gespielt wird.

Bis in die Karibik


Das Motto in der Einrichtung heißt offene Bildungsarbeit, was bedeutet, dass auch die Wünsche der Kinder und Erzieher mit eingebracht werden. So kam es beispielsweise zu dem Schiff, das heute im Treppenhaus steht und mit dem die Kinder bis in die Karibik schippern, während es die S-Bahn neben ihnen am Fenster gerade einmal bis zum Hauptbahnhof schafft. Für Karin Kornrumpf ist es eine Leidenschaft, Raum für kreative Entfaltung zu geben, sowohl für die Erzieher als auch für die Kids. „Deshalb haben wir uns auch ganz bewusst für die offene Arbeit entschieden.“ Die Kinder treffen sich jeden Tag zuerst zum Morgenkreis und können dann frei entscheiden, wo sie den Vormittag verbringen wollen. Möglichkeiten gibt es genug in den vielen verschiedenen Räumen. Wer will kann in den Märchenraum, ins Atelier zum Malen oder in die Werkstatt zum Basteln. Ehrenamtliche, wie die Vorleser, die regelmäßig in die Gruppen kommen, seien dabei eine große Unterstützung.
Wenn Karin Kornrumpf an ihren Arbeitsplatz denkt, an dem sie die letzten Jahre gearbeitet, gelacht und gefeiert hat, dann ist sie richtig zufrieden. „Wir haben super Pädagogen im Haus, interessierte und engagierte Eltern und dieses faszinierende Außengelände. Ein paar kleine Wünsche hat sie noch, aber vielleicht werden sich auch die eines Tages erfüllen: „Wir träumen von einem Spielhäuschen und ein paar Balken an der Decke unseres Bewegungsraums, um dort Spielgeräte anhängen zu können“. Bis dahin bleiben die Kinder erst einmal auf ihrer MS Dodo und fahren sozusagen vom Bahnhof Hasselbrook einmal um die ganze Welt. Die Fantasie dazu haben sie bestimmt.
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