Viktoriapark: Verkehrsinfarkt oder nicht?

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Zwischen Stapelfeld und Rahlstedt soll der Gewerbepark entstehen Foto: buschhueter.de

Gutachten zur Entwicklung durch neuen Gewerbepark

Von Rainer Glitz
Rahlstedt/Großlohe
Das seit Längerem angekündigte Gutachten zu den Auswirkungen des geplanten Gewerbegebietes Viktoriapark/Minervapark ist jetzt im Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek vorgestellt worden. Insgesamt würden demnach 9.060 zusätzliche Fahrten am Tag zum Normalverkehr hinzukommen, davon 940 Lkw. Der Großteil würde laut Gutachten in die Sieker Landstraße fließen, der Zuwachs in Richtung Hamburg läge bei gut 14 Prozent. Von der Stapelfelder Straße in Richtung Rahlstedt/Innenstadt liegt der Zuwachs bei rund 22 Prozent. Der Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass diese „begrenzten Verkehrszunahmen“ im bestehenden Straßennetz mit einzelnen, punktuellen Maßnahmen zu bewältigen seien. Empfohlen wird etwa der vierspurige Ausbau der Sieker Landstraße in Richtung Landesgrenze. Die Ergebnisse dieser Verkehrsuntersuchung sollen noch im Mai bei einer öffentlichen Veranstaltung vor Ort vorgetragen werden.

Bürgerinitiative zweifelt Gutachten an


„Es ist gut, dass wir jetzt auf Grundlage von Fakten über die besten Lösungen sprechen können. Was uns noch fehlt, ist die genaue Betrachtung möglicher Verkehrsbelastungen in Wohnstraßen wie dem Wiesenredder“, sagte Rainer Schünemann von der SPD. Die rot-grüne Koalition habe deshalb beantragt, dass die Gutachter für diesen Bereich eine Prognose nachliefern sollen: „Bei der Veranstaltung Ende Mai werden außerdem alle Interessierten ihre Fragen und Bedenken zum Thema Verkehr einbringen können.“ Rainer Behrens von der Linken bezeichnete das Gutachten als plausibel: „Es gibt sicher übliche Probleme in besonderen Situationen, die werden aber auf Hamburger Gebiet nicht durch das Zusatzaufkommen erzeugt oder wesentlich verstärkt“. Offen bleibe weiterhin die Schleichverkehrsproblematik im Wiesenredder (das Wochenblatt berichtete). Die Bürgerinitiative gegen den Gewerbepark bezweifelt die Unabhängigkeit des Gutachters. Es seien alte Zahlen als Basis genommen worden. „Viele Fragen sind offen geblieben, als Bürger fühlen wir uns nicht ernst genommen“, sagte Wolfgang Trede von „Kein Rahlstedt 131“.


Weitere Infos: „Bürgerinitiative Kein Rahlstedt 131

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