Vision für Jenfeld

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Christian Gönner von Hamburg Wasser, IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg, Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und Thomas Schuster vom Landesbetrieb für Immobilienmanagement (v.l. n.r.)

Ausstellung zum Bauprojekt „Jenfelder Au“ eröffnet

Von Rainer Glitz
Jenfeld. Grüne Schilder leiten die Besucher von der Wilsonstraße zur neuen Ausstellung „Stadtquartier Jenfelder Au“. In dem alten Kasernengebäude aus dem Jahr 1934 sind noch nicht alle Räume neu gestrichen, aber der Ausstellungsraum selbst ist fertig. „Es geht voran“, sagt Wandsbek Bezirksamtleiter Thomas Ritzenhoff bei der Eröffnung. Und er meint nicht nur die Präsentation, sondern auch das Bauprojekt selbst. Die Fläche sei jetzt „fast kampfmittelfrei“, es gebe Baustraßen und erste Leitungen würden verlegt. „Jenfeld steht nicht immer nur für Hcohhäuser“, erläutert Ritzenhoff. Das neue Quartier verbinde familienfreundliches Wohnen mit ökologischen Aspekten.
Die gemischte Struktur der künftigen Jenfelder Au, die Landschaftsplanung, die neue Form der Energiegewinnung und nicht zuletzt der angestrebte Imagewandel des Stadtteils: Das alles sind für IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg Gründe für eine Kooperation zwischen dem Bezirk Wandsbek und der Internationalen Bauausstellung. „Die IBA ist kein UFO, das in Wilhelmsburg landet, sie soll in die Stadt ausstrahlen“, so Hellweg. „Das neue Quartier soll möglichst schnell vermarktet werden“, erklärt Thomas Schuster, Geschäftsführer des Landesbetriebes Immobilienmanagement und Grundvermögen. 80 Jahre lang sei hier eine Kaserne gewesen, nun wünsche er den Familien „ganz viel Fröhlichkeit“.
Für Christian Gönner von Hamburg Wasser ist die Jenfelder Au ein Blick auf die Stadt der Zukunft mit wegweisendem Charakter. „Die Kinder sollen später einmal sagen: Wir machen unsere Energie selbst“, sagt Gönner. Das Konzept „Hamburg Water Cycle“ sieht vor, Abwasser aus den Toiletten über Unterdruckleitungen in einen nahegelegenen Fermenter zu leiten. Dort entsteht Biogas, mit dem dann Strom und Wärme fürs Quartier produziert werden.
Das Prinzip wird in der Ausstellung anschaulich vorgestellt. Im Mittelpunkt steht aber ein Modell der Jenfelder Au im Maßstab 1 : 500. Auf rund 10 Hektar sollen 770 kostengünstige Wohneinheiten vor allem für Familien entstehen, vom Einfamilienhaus über Reihenhäuser bis zum Mehrfamilienhaus. „Jetzt haben wir ein erstes Mal eine Anmutung von der Größe und was genau hier passiert“, freute sich Bezirkschef Thomas Ritzenhoff. Grafiken, Fotos und Plakate und umfangreiches Informationsmaterial ergänzen die Präsentation in einem der ehemaligen Kasernengebäude.

Die Ausstellung kann ab sofort jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. Erreichbar mit den Bussen 27, 162 und 262 bis Wilsonstraße
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