Von der Welt nach Wandsbek

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Hans-Jürgen Odrowski mit seiner ersten KameraFoto: Netzow

Fotograf Hans-Jürgen Odrowski über Lieblingsziele und Motive. Neue Schau

Der Journalist Hans-Jürgen Odrowski, geboren 1943 in Hamburg, ist Autor, Fotograf und Maler. Seine großen Lieben sind Hochseesegeln, Kunst, Literatur und das Reisen in ferne Länder. Mehrfach hat Odrowski in Wandsbek schon ausgestellt. Am kommenden Freitag, 27. September, um 17 Uhr, eröffnet er seine neue Ausstellung mit Fotografien über die Philippinen in den Räumen von Pflegen und Wohnen Husarendenkmal, Am Husarendenkmal 16. Die Ausstellung ist danach bis zum 2. Februar 2014 täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. WochenBlatt-Mitarbeiterin Kirsten Netzow sprach mit Hans-Jürgen Odrowski über seine Arbeit.

WB: Wie fing es mit der Fotografie bei Ihnen an? Können Sie sich noch an Ihr erstes Motiv erinnern?
Odrowski: Meine Mutter schenkte mir für einen Aufenthalt in einem Landschulheim eine „Agfa Box“ - die halte ich heute noch in Ehren - mit ein paar Rollfilmen. Meine ersten Motive waren die Menschen und die Landschaft des Harzes, die mein Interesse für die Fotografie weckte. Es wurde mit Bedacht analog fotografiert und nicht wie heute, wo fast nur noch digital geknipst und die Fotos mit Computern bearbeitet werden.
 
WB: Was ist so faszinierend daran, mit der Kamera unterwegs zu sein?
Odrowski: Die Begegnungen mit Menschen, Tieren, Landschaften und Städte mit dem Fotoapparat zur Erinnerung festzuhalten. 
 
WB: Sie sind beruflich und privat viel gereist, die Mehrzahl Ihrer Bilder ist in Ihren drei Lieblingsländern Portugal, Kenia und auf den Philippinen entstanden. Warum gerade diese Länder?
Odrowski: Zunächst als Kind und bis heute habe ich viele Bücher über Afrika, Asien und die Entdecker der Welt  unter anderem von Ernest Hemingway, Vasco da Gama und W. Somerset Maugham gelesen. Sie haben in mir den Wunsch geweckt, dorthin zu reisen. Kenia ist ein kostbarer Teil unserer Schöpfung. Eine grandiose Vielfalt der Landschaft mit dem majestätischen Kilimandscharo. Das Völkergemisch und die einzigartige Tierwelt in Freiheit ohne Gitter. Für mich ist „Safari“ immer wieder ein Abenteuer.
Die farbenprächtige exotische Welt der Philippinen mit über 7.100 Inseln ist ein Paradies. Die Filipinos sind sehr gastfreundlich, herzlich und fröhlich. Der Archipel gibt mir Erlebnisreichtum und Entspannung vom deutschen Alltagsstress.
Seit 1968 reise ich jährlich zweimal nach Portugal, wo sich die Zeit noch Zeit nimmt. Ich schätze die freundlichen Menschen, das kulturelle Erbe, den ehrlichen Wein, den fangfrischen Fisch und die strahlende Sonne.
 
WB: Sie sagten einmal, Ihnen sei es wichtig auf Ihren Reisen kein Elend abzulichten. Was möchten Sie dem Betrachter über den Entstehungsort Ihrer Motive vermitteln?
Odrowski: Mit meinen Fotos und Diavorträgen möchte ich den Betrachtern Freude bereiten und positive Ansichten vermitteln, sie an meinen Reisen teilhaben lassen und sie dazu animieren, diese Länder zu besuchen.
 
WB: Fällt Ihnen im Bezirk Wandsbek ein besonderes Motiv ein, dass Sie gerne ablichten würden oder schon fotografiert haben?
Odrowski: Im Bezirk Wandsbek gibt es eine Fülle von Motiven. Bisher habe ich das Thema nicht behandelt. Ihre Frage inspiriert mich jedoch eine Vier-Jahreszeiten-Fotostrecke abzulichten. Das Husaren-Reiterdenkmal wäre mein erstes Motiv.

WB: In Ihrer kommenden Ausstellung in der Senioreneinrichtung Pflegen und Wohnen Am Husarendenkmal in Marienthal geht es um die Philippinen. Zu Ihren Vernissagen laden Sie gerne Ehrengäste ein, die das jeweilige Land repräsentieren. Auf wen darf man sich bei dieser Vernissage freuen?
Odrowski: Von der Botschaft der Philippinen aus Berlin wird jemand kommen. Ingrid Voss, erste Vorsitzende vom Bürgerverein Wandsbek, Pater Mio von der Katholischen Philippinischen Mission Hamburg mit Gefolge, die Vorsitzenden vom Kulturverein Glinde Kirsten und Eckard Mielke und der erste Vorsitzender der Portugiesisch- Hanseatischen Gesellschaft Dr.Peter Koj, haben ihre Teilnahme zugesagt. Alle Besucher der Vernissage sind für mich Ehrengäste.

WB: Bereits zum dritten Mal sind Sie mit Ihren Bildern Am Husarendenkmal zu Gast. Anscheinend ein besonderer Ausstellungsort...?
Odrowski: In der Tat! Das Pflegeheim bietet gute und reichliche Ausstellungswände. Selten haben meine Helfer und ich soviel Freundlichkeit und Gastfreundschaft vor und während einer  Ausstellung erfahren. Darüber hinaus sind die Bewohner und Besucher der Ausstellung dankbare und interessierte Betrachter meiner Bilder.

Herr Odrowski, vielen Dank für das Gespräch.
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