Vorsicht beim Grillen auf der Wiese

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Die Familien Melkonyan und Bareyan kommen im Sommer häufig zum Eilbekkanal, um dort zu grillen. Zuerst gibt es Gemüse, danach Fleisch. Auf ihrem heimischen Balkon sind nur Elektrogrills erlaubt

Wandsbek hat ausgewiesene Grillbereiche

Eilbek. Direkt am Eilbek-Kanal tummeln sich am Wochenende Ausflüglern in der Sonne. Viele von ihnen haben einen Grill dabei und tragen Holzkohle in Säcken und gefüllte Picknickkörbe auf die Grünflächen. Ein idealer Ort, um den Tag zu verbringen, meint auch Familie Melkonyan, die im Sommer mehrmals in der Woche zum Grillen hierher kommt. In ihrer Genossenschaftswohnung in Dulsberg ist das Braten von Würstchen auf dem Balkon nur mit einem Elektrogrill erlaubt, doch auf den Geruch der glühenden Kohle will die Familie nicht verzichten. „Das Fleisch schmeckt doch erst richtig gut, wenn es über echter Glut zubereitet wird“. Im Bezirk Wandsbek darf gegrillt werden, allerdings nur auf den dafür ausgewiesenen Flächen. Hinweisschilder zeigen in den Parks an, wo die Besucher ihren Grill aufbauen dürfen. Grillzonen sind außerdem an Spielplätzen in der Steilshooper Allee, an der Schemmanstraße in Volksdorf und am Hummelsee in Hummelsbüttel eingerichtet. Grill-Einwegmodelle, die mit direktem Kontakt auf dem Rasen stehen, sind grundsätzlich verboten. Ein Abstand zum Boden muss gewährleistet sein, damit der Untergrund verschont bleibt. „Unsere Kinder spielen hier, da wollen wir eine intakte Wiese vorfinden“, meint auch Familie Melkonyan, die ein Exemplar auf drei Füßen mitgebracht hat, die heiße Asche anschließend ordnungsgemäß in den bereitgestellten Container der Stadtreinigung wirft und ihren Müll in Plastiktüten entsorgt.
Meistens sei die Wiese am Abend in Ordnung, so hat es die Familie mit den beiden kleinen Kindern zumindest bisher beobachtet. Müllsündern und Wildgrillern drohen schließlich in Hamburg Ordnungsgelder ab 35 Euro. Ein wenig bedauerlich finden einige der Besucher am Eilbekkanal, dass zu viele Hunde ohne Leine unterwegs sind, obwohl auch das mit einem Bußgeld bestraft wird. „Hier muss jeder auf den anderen achten, damit alles zusammenpasst“, meinen die Familien aus dem Stadtteil, die ihre grüne Oase dort sehr schätzen. (kg)
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