Wahlkampf mit „Wandsbeker Plörre“

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Prost auf den Wahlkampf: Günter Flott, Bezirksvorsitzender der „Partei“ in Wandsbek, und Esther Isaak de Schmidt-Bohländer Foto: to

Bundestagskandidatin der „Partei“ bringt Bier auf den Markt

Wandsbek Die Bundestagswahl steigt zwar erst im September, aber im Bezirk Wandsbek hat der Wahlkampf schon begonnen. Vorerst allerdings nur in flüssiger Form. Die Wandsbeker Kandidatin der satirischen „Partei“ – das Kürzel steht für „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ – ist Esther Isaak de Schmidt-Bohländer. Die 52-Jährige möchte nach der Wahl zur ersten deutschen „Bierministerin“ aufsteigen (das Wochenblatt berichtete). Und damit viele Bürger aus dem Bezirk Wandsbek sie auch wählen, soll ein bisschen Alkohol nachhelfen.

„Wandsbeker Plörre“

Nämlich die „Wandsbeker Plörre“, ein Gebräu, das die „künftige Ministerin“ jetzt auf den Markt gebracht hat. Mit dem Bier, die Flasche kostet 1,50 Euro, soll die karge Wahlkasse der „Partei“ aufgefüllt werden. Die Kandidatin, die auch Chefin des „Bierlands“ an der Seumestraße in Eilbek ist: „Der Partei ist gutes Bier wichtig. Deshalb hat der Bezirksverband Hamburg-Wandsbek auch eine Bierhändlerin für den Bundestag aufgestellt, denn für die Partei kandidieren ausnahmslos Fachleute. Und weil wir unser Wahlversprechen schon vor der Wahl einlösen, haben wir ein eigenes Bier herausgebracht.“

In Bad Rappenau gebraut

Die „Plörre“ (4,7 Prozent) wird in Bad Rappenau (Baden-Württemberg) für die Wandsbeker gebraut. Was den Bier-Freund erwartet, steht schon auf dem Etikett: „Extra schal, am besten handwarm genießen“. Ergo: Das Bier perlt nicht wirklich, schmeckt aber recht würzig. Zudem steht dort der lateinische Spruch „Nunc est bibendum!“ (Nun lasst uns trinken!). Alles nur Klamauk? Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015 holte die „Partei“ 0,9 Prozent der Zweitstimmen. Mandate erlangte sie bisher bei einigen Kommunalwahlen sowie bei der Europawahl in Deutschland 2014. Seitdem sitzt ihr Vorsitzender Martin Sonneborn (Ex-Chefredakteur der „Titanic“ und häufiger Gast der „heute Show“) in Brüssel. 1000 Mitglieder hat die „Partei“ in Hamburg, 22.000 im gesamten Bundesgebiet (Jahresbeitrag 10 Euro). Da kann man dann auch schon einmal fordern, das an der Wandse eine Blutegel-Aufzuchtstation errichtet wird. (je/to)

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