„Wandsbek ist solidarisch!“

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Das Bezirksparlament möchte Flüchtlingskindern und deren Familien im Spielhaus Farmsen Raum für Angebote geben Foto: Glitz

Bezirksversammlung diskutiert über neue Angebote für Flüchtlingsfamilien

Von Rainer Glitz
Bezirk Wandsbek
Die steigende Zahl von Flüchtlingen, die nach Hamburg und damit auch in den Bezirk kommen und untergebracht werden müssen, hat erneut die Debatten in der Bezirksversammlung bestimmt. So steige in Stadtteilen mit Flüchtlingsunterkünften der Bedarf an Hilfen zur Erziehung, es fehle aber ein Konzept für entsprechende Angebote für Familien, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von SPD, CDU und Grünen. Ein Beispiel sei Farmsen. „Wir müssen dort schnell handeln und gegensteuern“, forderte die CDU-Abgeordnete Franziska Hoppermann. Als Standort für zusätzliche sozialräumliche Hilfsangebote favorisieren alle Bezirksfraktionen das Spielhaus Farmsen am Luisenhof. Verwaltung und Sozialbehörde sollen nun ein passgenaues Konzept prüfen. Der entsprechende Antrag wurde einstimmig angenommen.

Geld für Ehrenamt


Unter dem Titel „Wandsbek ist solidarisch!“ ging es danach um die Unterstützung freiwilliger Helfer. „Ohne ehrenamtliches Engagement ist Integration nicht möglich“, sagte Dennis Paustian-Döscher, Fraktionschef der Grünen. Ein gutes, weil erfolgreiches Beispiel seien die Nachbarschaftsmütter aus Hohenhorst. Der Bezirk soll laut Beschluss der Parlamentarier 8.000 Euro für das Projekt reservieren. „Gut investiertes Geld“, meinte Paustian-Döscher. Für weitere ehrenamtliche  Projekte hat der Senat dem Bezirk rund 71.000 Euro zur Verfügung gestellt. Und über die Verteilung dieser Mittel kam es im Vorfeld zum Streit. Ursprünglich sollte fast ein Drittel der Summe an die gemeinnützige Lawaetz-Stiftung gehen, dafür sollte diese das Geld weiterleiten und zusätzliche Mittel einwerben. Die Linke kritisierte dies als Outsourcing.
Die Verwaltung brauche aber externe Hilfe bei der Koordination und der Verteilung der Gelder, erklärte der zuständige Dezernent den Bezirksfraktionen. Das sei Verwaltungsversagen, kritisierte die CDU-Abgeordnete Claudia Folkers. Sie begrüßte, dass SPD und Grüne ihren Antrag änderten. Die 20.000 Euro für die Stiftung sollen nun aus anderen Quellen kommen. Und: Nicht die Lawaetz-Stiftung, sondern der Ausschuss für Soziales und Bildung soll über die Vergabe der 71.000 Euro an die Projekte in den Stadtteilen entscheiden. „Wir lassen uns dabei gerne von den Unterstützerkreisen der Flüchtlingsunterkünfte beraten“, so die CDU-Abgeordnete Folkers. Der Antrag wurde angenommen.
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 17.04.2015 | 19:04  
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