Wandsbeker Spielplatz wird saniert

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Saskia Riecken (v.l.), Gonzalo Cordero und Thorsten Wenzel arbeiten beim Spieltiger undkommen montags auf den Platz Foto: kg

Nutzer und Anwohner der Fläche an der Marienthaler Straße können mitplanen

Von Karen Grell
Wandsbek
Eine Sandkiste voller heruntergefallener Blätter, zwei einsame Hoppelpferde, eine morsche Rutsche und eine quietschende Schaukel – trister kann ein Kinderspielplatz gar nicht aussehen. In der Marienthaler Straße, Ecke Hirschgraben, gibt es einen solchen Spielplatz, der jetzt mit Geldern des Bezirkes saniert werden soll. 150.000 Euro stehen zur Verfügung, um auf der großzügigen Fläche ein Paradies zum Herumtoben mitten in der Stadt zu errichten. Um den Kindern dennoch auch jetzt schon das Recht auf Spielen zu ermöglichen, kommt bis zur Fertigstellung des neuen Spielplatzes der Spieltiger mit jeder Menge kreativer Geräte vorbei. Tim (2) und Oskar (3) spielen am liebsten in der großen Sandkiste und sind schon glücklich, wenn der Sand einmal ausgetauscht werden würde. Für alle anderen Altersgruppen mangelt es auf dem Platz an interessanten Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen. „Früher gab es hier noch ein Reck und ein Mini-Spielhaus, die aber längst kaputt sind“, berichtet eine Gruppe Jugendlicher, die jetzt nur noch zum Chillen auf den Bänken vorbeikommt.

Montags Vorschläge vorbeibringen


Wer in der Umgebung wohnt und sich mit seinen Wünschen am neuen Spielplatz beteiligen will, ist eingeladen, seine Ideen vorzutragen. „Wir sind immer am Montag von 15 bis 18 Uhr hier und bespielen die Kinder und dabei nehmen wir auch Vorschläge für die Gestaltung mit auf“, sagt Thorsten Wenzel, der für den Spieltiger vor Ort agiert. Ende Mai gibt es ein Fest für alle Spielplatznutzer, bei dem zum letzten Mal Ideen für die Planungen abgegeben werden können. „Am häufigsten wird ein großes Klettergerüst gefordert“, so Wenzel, aber auch eine Wasserstelle, eine Hügellandschaft und neue Schaukeln stehen auf der langen Wunschliste der Familien. Thorsten Wenzel hält die Wünsche der Familien für realistisch, die Forderung nach Toiletten aber aufgrund der nötigen Pflege für schwierig umsetzbar. Tim und Oskar träumen von einem Trampolin zum Springen und vielleicht auch einer Nestschaukel, die sie auch schon auf anderen Spielplätzen entdeckt haben. „Wichtig ist bei der Umgestaltung von Spielplätzen in den Bezirken immer die Zusammenarbeit mit den Nutzern, damit auch alle Interessen berücksichtigt werden“, erklärt Wenzel den Ablauf der Planungen. „Wer selber an einem Projekt mitwirken kann, weiß es auch viel mehr zu schätzen“. Vandalismus und Schmierereien an den Spielgeräten könnten dadurch von Anfang an reduziert werden. Der erste Entwurf des neuen Spielplatzes, der zusammen mit einem Planungsbüro entwickelt werden soll, wird im Anschluss noch einmal den Anwohnern in der Marienthaler Straße vorgestellt, erst danach geht es mit den ersten Arbeiten auf dem Platz los. Bis zum November sollen die neuen Geräte installiert sein.

Familienfest am Sonntag, 29. Mai, 14 bis 17 Uhr, Spielplatz Marienthaler Straße Ecke Hirschgraben. Letzte Möglichkeit der Mitbestimmung in Sachen Spielplatzplanung
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